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Hannover Extra Abi-Klassen für Realschüler starten
Nachrichten Hannover Extra Abi-Klassen für Realschüler starten
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19:11 09.01.2017
Von Saskia Döhner
Bereit für das Sonder-Abitur im Jahr 2020: Die Goethe- und die Wilhelm-Raabe-Schule. Fotos: Archiv (2)
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Hannover

Eigentlich gibt es im Jahr 2020 an den Gymnasien wegen der Umstellung vom Abitur nach zwölf auf 13 Jahre keinen Abschlussjahrgang. An 22 Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen werden aber in diesem Sommer extra Lerngruppen eingerichtet, um Real- und Oberschülern, die jetzt in der zehnten Klasse sind, in drei Jahren doch das Abitur zu ermöglichen. In Hannover sind dafür die Wilhelm-Raabe-Schule und die Goetheschule als Extra-Lernstandorte ausgewählt worden.

Für beide Gymnasien war das Ehrensache. Sie bemühen sich bereits seit Langem darum, auch denjenigen Schülern, die nicht auf direktem Weg zum Abitur gelangen, die Prüfung zu ermöglichen.

Die Goetheschule habe die Sonder-Lerngruppe schon vor 1,5 Jahren beantragt, um drei Zielgruppen gerecht zu werden, sagt Schulleiter Wilhelm Bredthauer. Zum einen sollten die 15 Schüler, die jetzt in der 9. Klasse sind und weiterhin nach zwölf Jahren Abitur (G 8) machen wollten, auch wirklich die Chance dazu haben. Zum anderen übernehme die Goethschule mindestens eine Klasse von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Stöcken in die Einführungsphase der Oberstufe. Eine Unterbrechung würde den Ansatz einer gemeinsamen Oberstufe für Herrenhausen-Stöcken zunichte mache. Hinzu kämen auch noch die Absolventen von den umliegenden Realschulen, die ebenfalls ein Abitur anstrebten.

Ein Platzproblem sieht Bredthauer nicht. Ein relativ großer Jahrgang mit knapp 140 Abiturienten werde 2019 abgehen, für drei Lerngruppen sei also Raum genug. Wichtig sei es, genügend Schüler zu haben, um möglichst vier Oberstufenprofile (sprachlich, naturwissenschaftlich, gesellschaftswissenschaftlich, musisch-kulturell) anbieten zu können.

Auch Martin Thunich von der Wilhelm-Raabe-Schule bietet seit Jahren eine eigene Klasse an, um gezielt Realschüler nach dem Erweiterten Sekundarabschluss I auf das Abitur vorzubereiten. Zwei Drittel bis drei Viertel der Schüler schafften dies am Ende auch, sagt der Schulleiter. Die anderen erzielten zumindest die Fachhochschulreife. Das Gymnasium in der Langensalzastraße bietet für Realschüler, die noch nicht über genügend Fremdsprachenkenntnisse fürs Abitur verfügen, auch die Chance, Spanisch neu zu lernen. Die Realschüler, die aufs Gymnasium wechselten, entschieden sich bewusst dafür, weiter zu Schule zu geben und rutschten - anders als Gymnasiasten - nicht einfach in die Qualifikationsphase hinüber. Die Extralerngruppen stehen auch den Gymnasiasten offen, die im Sommer nach einem Auslandsjahr zurückkommen. Vorausgesetzt, sie haben nach der 10. Klasse den Sekundarabschluss I erworben. Gymnasiasten aber, die jetzt die zehnte Klasse besuchen und sitzenbleiben, verlieren zwei Jahre, weil sie nicht nur die Klasse wiederholen, sondern auch vom G 8- zum G 9-Schüler werden und das Abitur erst nach 14 Jahren machen können.

2020 will Thunich an der Wilhelm-Raabe-Schule das sprachliche, naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschatliche Profil anbieten. Einen Informationsabend dazu gibt es am Montag, 23. Januar, um 19 Uhr.

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