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Hannover „Lindener Feeling“: Fährmannsfest lockt Familien an
Nachrichten Hannover „Lindener Feeling“: Fährmannsfest lockt Familien an
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18:12 10.08.2019
Auf zum Fährmannsfest: Auch viele Familien kommen zum Musikfestival nach Linden, zum Beispiel Alex (38) und Kathleen (33) aus Lehrte mit ihren Kindern Erik (4) und Freyja (2). Quelle: Villegas
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Hannover

Am Sonnabendnachmittag ist das Fährmannsfest klar in Kinderhand. „Aus der Partyszene bin ich raus, seitdem meine Töchter auf der Welt sind“, sagt Daniel (47). An diesem Tag dürfen Marla (7) und Livia (4) das Programm bestimmen. Ihr klarer Favorit: Das Karussell aus den gekreuzten Holzbalken. „Das dreht sich so schön schnell“, sagt die Siebenjährige.

Für Familien aus Linden ein Muss

Für Lindener Familien ist der Besuch auf der Faustwiese an diesem Wochenende irgendwie auch ein Muss. „Man trifft immer jemanden, den man kennt“, sagt Andreas (44), der mit Sohn Aljoscha (9) eine Runde übers Kinderfest dreht. Die beiden sind extra früh gekommen: „Später ist es oft total überlaufen“, sagt der Vater, „dann sind die Schlangen richtig lang.“ Da sein Sohn sich auch schon für Politik interessiere, sei es auch gut, dass sich bei dem Fest politische Parteien und Organisationen präsentierten.

Die Preise für Essen und Trinken seien aber nicht gerade günstig, kritisiert Daniel: „Gewisse Leute grenzt man dadurch aus.“ Man dürfe sich auch keinen eigenen Proviant mitbringen. Das sei schade.

Das Lindener Feeling ist immer noch da: Andreas (46) und Sohn Torge (3) beim Riesenseifenblasenmachen. Quelle: Irving Villegas

Andreas (46), der sich mit seinem dreieinhalbjährigen Sohn Torge beim Riesenseifenblasenmachen versucht, findet, solange das Fährmannsfest immer noch sein „Lindener Feeling“ beibehalten habe, sei alles in Ordnung. Und das sei der Fall. Er selbst wohnt zwar jetzt in Davenstedt, aber er habe zu Studentenzeiten in Linden gelebt.

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Drei Generationen auf einem Fest

Wenn sie in Linden wohnen würde, wäre sie schon längst hier gewesen, sagt Renate (69). Nun kommt sie aber mit Ehemann Werner (68) aus Bothfeld und ist zum ersten Mal da. Mit dabei sind Tochter Ute (42) sowie Enkel Hendrik (5) und Marlene (3), die in der Nordstadt leben. Drei Generationen auf einem Fest. Es sei toll, dass das Fährmannsfest so gut mit dem Fahrrad zu erreichen sei, lobt Renate.

Drei Generationen, ein Fest: Oma Renate (69), Tochter Ute (42) und Opa Werner (68) mit den Enkeln Marlene (3) und Hendrik (5). Quelle: Irving Villegas

Hilfe für Tansania

Die Gymnasiastinnen Lotte und Lea (beide 16) von der Helene-Lange-Schule und ihre Lehrerin Constanze Fischer laden Kinder dazu ein, an ihrem Stand afrikanische Buttons zu basteln. Sie hoffen, an ihrem Stand auch ordentlich Spenden für den erst 2018 gegründeten Verein Nenda-Pamoja zu sammeln. Der Verein, den Eltern und Lehrer der Helene-Lange-Schule und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Linden ins Leben gerufen haben, unterstützt deutsch-tansanische Bildungsprojekte. Beide Schulen haben Partnerschaften mit Schulen in Tansania. Mit den Spenden sollen etwa Schulgebühren für Jugendliche in Afrika, Matratzen oder Toilettensanierungen finanziert werden.

Die Schülerinnen Lotte (li, 16) und Lea (16) werben mit Lehrerin Constanze Fischer für ihren Tansania-Verein. Quelle: Irving Villegas

Erik (4) ist mit einem klaren Ziel zum Fährmannsfest gekommen: Er möchte sein erstes Punk-Konzert hören. Seine Eltern Alex (38) und Kathleen (33) lockt der „alternative Geist“ des Festes. Auch sie sind Punkrock-Fans. Bei der kleinen Tochter Freyja (2) steht wahrscheinlich der Musikgeschmack noch nicht endgültig fest.

Punkfans aus Lehrte: Alex (38), Kathleen (33), Erik (4) und Freyja (2). Quelle: Villegas

Punk, Punk, Punk

Genug Auswahl an lauten Punkbands hat Erik an diesem Tag zweifellos. Auf der Musikbühne stehen „Die Postpunk“ aus Garbsen und „Rotz auf der Wiese“, die nach zehn Jahren Pause erstmals wieder auftreten.

Laut, laut, laut: „Die Postpunk“ aus Garbsen. Quelle: Irving Villegas

Für den Abend waren noch die Hardrock-Combo „Volter“ und „Dritte Wahl“ aus Rostock angekündigt.

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Von Saskia Döhner

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