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Hannover Linden-Süd: Mehrfamilienhaus nach Kellerbrand unbewohnbar
Nachrichten Hannover Linden-Süd: Mehrfamilienhaus nach Kellerbrand unbewohnbar
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17:42 28.04.2019
Feuer in Linden-Süd: In der Charlottenstraße brannte ein Keller. Quelle: Christian Elsner
Hannover

In der Charlottenstraße in Linden-Süd ist am Sonntag gegen 9 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr Hannover brannte ein Keller in einem Mehrfamilienhaus an der Ecke zur Tonstraße. Die Retter rückten mit zwei Löschzügen an und gingen unter Atemschutz in das Gebäude. „Eine 36-jährige Bewohnerin aus dem Erdgeschoss hatte Brandgeruch bemerkt“, sagt Feuerwehrsprecher Hartmut Meyer. Sofort habe sie alle Nachbarn aus ihren Wohnungen geklingelt, sodass diese sich in Sicherheit bringen konnten. „Das haben sie richtig gut hinbekommen“, sagt Meyer.

Sieben Bewohner hatten sich bereits ins Freie gerettet, als die Helfer eintrafen. Zwei Bewohnerinnen im Alter von 55 und 80 Jahren wurden von der Feuerwehr aus dem Gebäude gebracht. Zum Schutz mussten die beiden sogenannte Brandfluchthauben tragen – darunter waren sie vor gesundheitsschädlichen Brandgasen geschützt. Darüber hinaus konnten mehrere Bewohner in ihren Wohnungen bleiben, sie wurden auf deren Balkonen auf der Rückseite des Hauses von Einsatzkräften betreut. „Für sie bestand keine Gefahr“, sagt Meyer. Zudem hatten sich Nachbarn der umliegenden Gebäude sofort um die Bewohner gekümmert, die auf der Straße ausharren mussten. „Sie wurden unter anderem mit Kaffee versorgt“, sagt der Feuerwehrsprecher. Die spontane Hilfsbereitschaft nannte er „vorbildlich“.

Haus ist unbewohnbar

Das Feuer selbst war laut Meyer nach etwa 40 Minuten gelöscht. Leichte Probleme bereitete den ungefähr 50 Rettern jedoch, dass der Keller des Eckhauses relativ verwinkelt war. „Wir mussten uns erst einmal durchkämpfen, um den Brandherd zu finden“, sagt Meyer. „Danach konnte er aber schnell gelöscht werden.“ Immer wieder drang Rauch durch die Kellerfenster, mitunter waren auch Flammen zu sehen. Der Schaden wird seitens der Feuerwehr auf rund 50.000 Euro geschätzt, das Haus ist zudem bis auf Weiteres nicht bewohnbar. „Bei dem Brand wurden auch die Gas-, Wasser- und Elektroinstallationen beschädigt“, sagt Meyer. Die über dem Keller liegenden Wohnungen und das Treppenhaus blieben aber unbeschadet.

Die Bewohner durften nach dem Ende der Löscharbeiten gegen 11.30 Uhr noch persönliche Gegenstände aus dem Haus holen, ehe sie übergangsweise bei Freunden oder Verwandten unterkamen. Für zwei Personen stellte die Stadt ein Ausweichquartier zur Verfügung. Die Brandursache ist noch unklar, die Polizei nahm aber noch am Sonntag die Ermittlungen auf. Dennoch können laut Behördensprecher Thorsten Schiewe frühestens am Montag nähere Angaben gemacht werden. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob es sich um Brandstiftung oder eventuell sogar einen technischen Defekt gehandelt haben könnte.

Immer wieder Feuer in Linden-Süd

Die Feuerwehr muss immer wieder in Linden-Süd zu Kellerbränden anrücken. Allein in den vier Wochen vor dem vergangenen Weihnachtsfest mussten die Retter viermal im Stadtteil anrücken. An Heiligabend und am Zweiten Weihnachtsfeiertag brannten jeweils an der Göttinger Chaussee Möbel beziehungsweise Hausrat. Mitte November brannte es in einem Keller an der Ricklinger Straße. Eine Woche vor Weihnachten standen zwei Kinderwagen im Treppenhaus an der Hengstmannstraße in Flammen, vier Menschen mussten über eine Drehleiter gerettet werden. In drei Fällen ging die Polizei von Brandstiftung aus.

Doch schon in den Jahren zuvor wurden immer wieder Feuer in Linden-Süd gelegt. Vor fast sechs Jahren traf es die Wesselstraße gleich dreifach: Die kleine Serie begann Pfingsten 2013, dann brannte es erneut im Dezember und darauffolgenden Februar. Jedes Mal wurde von Brandstiftung ausgegangen. Weitere Feuer gab es an der Laportestraße, und sogar in der jetzt betroffenen Charlottenstraße brannte es schon im März 2014: Im März 2014 traf es einen Keller am Eckhaus zur Behnsenstraße, fast ein Jahr später einen an der Ecke zur Haspelmathstraße.

Von Peer Hellerling

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