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Hannover Wird Hannovers neue Feuerwache am Weidendamm bald fertig?
Nachrichten Hannover Wird Hannovers neue Feuerwache am Weidendamm bald fertig?
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12:03 07.10.2019
Die Bauarbeiten an der Regionsleitstelle an der Kreuzung Weidendamm/Kopernikusstraße gehen schleppend voran. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Auf Hannovers ewiger Feuerwehrbaustelle am Weidendamm ist ein Ende abzusehen – nach inzwischen zwei Jahren Verzögerung. Nach Informationen der HAZ rechnet man in Kreisen der Feuerwehr damit, dass die Bauarbeiten an der Regionsleitstelle im Sommer 2020 beendet sind. „Dann muss sich noch herausstellen, ob die installierten Anlagen tatsächlich funktionieren“, sagt ein Feuerwehrexperte. Schließlich handele es sich um hoch komplexe Technik. Bis alles betriebsbereit sei, dürften weitere Wochen vergehen.

Stadt musste alte Leitstelle für 4,8 Millionen Euro aufrüsten

In der Zentrale am Weidendamm sollen alle 112-Notrufe aus Stadtgebiet und Umland, insgesamt 1,2 Millionen Bewohner, aufgenommen und koordiniert werden. Der Start war für Oktober 2017 geplant. Doch zwischen der Baufirma Züblin und der Stadtverwaltung brach ein Streit aus, der die Bauarbeiten erheblich verzögerte. Die Stadt warf Züblin vor, pauschal und ohne Belege Mehrkosten anzumelden. Züblin wiederum beschwerte sich, dass die Stadt ständig ihre Raumwünsche ändere und neue Pläne einreiche, ohne Mehrkosten übernehmen zu wollen. Eine Mediation scheiterte. Die Stadt war gezwungen, die alte Feuerwehrleitstelle in der Calenberger Neustadt für 4,8 Millionen Euro technisch aufzurüsten. Das Geld wollte die Stadt Züblin in Rechnung stellen.

Stadt: „Verhandlungen mit Züblin laufen konstruktiv“

Aktuell schleppen sich die Bauarbeiten im Schneckentempo dahin, während Stadt und Baufirma versuchen, sich auf einen Vergleich zu einigen. „Die Verhandlungen mit der Firma Züblin laufen konstruktiv“, sagt ein Stadtsprecher. Ob man ohne ein Schiedsverfahren auskomme, darüber könne noch keine Aussage getroffen werden. „Die Bauarbeiten dauern bis 2020“, sagt der Sprecher. Einen verbindlichen Termin für die Fertigstellung könne die Stadt erst nach Abschluss der Verhandlungen nennen.

Ursprünglich Kosten von 72 Millionen Euro angesetzt

Wie hoch die Kosten für die Regionsleitstelle am Ende ausfallen, ist noch unklar. Ursprünglich hatte die Stadtverwaltung für das gesamte Projekt 72 Millionen Euro einkalkuliert. Die Summe dürfte sich um mehrere Millionen Euro erhöhen, wenn sich Stadt und Züblin auf einen Vergleich geeinigt haben.

Nach Informationen der HAZ setzt die amtierende Verwaltungschefin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) derzeit alles daran, die Mehrkosten so gering wie möglich zu halten. Rathauskenner und Feuerwehrexperten gehen von einem mittleren einstelligen Millionenbetrag aus, den die Stadt zuzahlen muss. Noch unter dem damaligen Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) war eine zweistellige Millionensumme im Gespräch.

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