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Hannover Zu viele Baustellen: Feuerwehr kommt schlecht durch
Nachrichten Hannover Zu viele Baustellen: Feuerwehr kommt schlecht durch
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00:15 30.12.2017
Wegen der zahlreichen Baustellen in der Stadt hat die Feuerwehr derzeit Schwierigkeiten, in allen Fällen rechtzeitig die Einsatzstelle zu erreichen. Quelle: Symbolbild
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Hannover

 Zu viele Baustellen in der Stadt und ein hohes Verkehrsaufkommen machen der Feuerwehr in Hannover derzeit das Leben schwer. Die Einsatzkräfte schaffen es wegen der Hindernisse nicht immer, so rechtzeitig vor Ort zu sein, wie geplant. „Die Lage ist noch nicht dramatisch, aber es besteht durchaus Handlungsbedarf“, sagt Feuerwehr-Sprecher Michael Hintz. Die Stadt soll jetzt ein neues Konzept für die Optimierung der Einsatzfahrten erarbeiten.

Die Berufsfeuerwehr Hannover hat sich für das Stadtgebiet zum Ziel gesetzt, im Brandschutz den Einsatzort in 90 Prozent der Fälle innerhalb einer Hilfsfrist von 9,5 Minuten zu erreichen. „Das bedeutet, dass vom Eingang des Notrufes in der Leistelle bis zum Eintreffen der ersten Helfer vor Ort in 90 von 100 Fällen nur diese Zeitspanne verstreichen darf“, sagt Hintz. Eingehalten ist diese Vorgabe, wenn ein kompletter Löschzug, bestehend aus vier Fahrzeugen und zwölf Einsatzkräften vor Ort ist. Der sogenannte Erreichungsgrad von 90 Prozent kann derzeit wegen der Probleme auf den Straßen nicht gehalten werden. „Wir liegen derzeit bei einem Wert von etwa 85 Prozent“, sagt Michael Hintz.

Stadt will Lösung

Der Rettungsdienst ist von den aktuellen Problemen nicht betroffen. Das liegt zum einen daran, dass die Feuerwehr auf diesem Gebiet mit anderen Hilfsorganisationen wie den Johannitern oder dem Deutschen Roten Kreuz zusammenarbeitet und es deswegen mehr Standorte für die Fahrzeuge gibt. Außerdem ist die Hilfsfrist im Rettungsdienst eine andere als beim Brandschutz. Nach dem Niedersächsischen Rettungsdienstgesetz muss ein Rettungswagen in 95 Prozent der Einsätze in 15 Minuten vor Ort sein. 

Über die aktuellen Schwierigkeiten hatte Feuerchef Claus Lange den Organisations- und Personalausschuss der Stadt informiert. Die Ratsfraktionen der SPD, der FDP und der Grünen haben jetzt die Verwaltung aufgefordert, eine Optimierung der Einsatzfahrten für die Einsatzfahrzeuge vorzulegen. Einen entsprechenden Antrag reichten die Fraktionen ein. Die Stadt soll eine Lösung erarbeiten, wie auf den Hauptalarmwegen und den Hauptverkehrsknotenpunkten ein schnelleres Durchkommen für die Einsatzfahrzeuge ermöglicht werden kann. Denkbar seien verkehrslenkende und koordinierende Maßnahmen, heißt es in dem Antrag. So könnten unter anderem die Ampelschaltungen beeinflusst werden, wenn sich ein Löschzug mit Blaulicht einem Verkehrsknotenpunkt nähert. „Wir begrüßen den Antrag an die Verwaltung ausdrücklich“, sagt Feuerwehrsprecher Michael Hintz. Wann die Stadt das geforderte Konzept für die Einsatzfahrten vorlegen wird, ist noch unklar.

Von Tobias Morchner

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