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Hannover Autofahrer schweigt weiter zum Motiv
Nachrichten Hannover Autofahrer schweigt weiter zum Motiv
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12:47 30.12.2018
Blick auf das Vorfeld auf dem Flughafen. Der Autofahrer hatte versucht, einem Flieger zu folgen. Quelle: dpa
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Hannover

Der Eindringling vom Flughafen Hannover, der am Sonnabend mit einem Auto auf das Vorfeld fuhr und so den gesamten Flugverkehr stundenlang lahmlegte, schweigt weiter zu seiner Tat. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Der Festgenommene habe bislang keine Angaben zur Tat und zu seinem Motiv gemacht. Er soll im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden. Möglich wäre auch die Unterbringung in einer Psychiatrie.

Fest steht den Angaben zufolge inzwischen die Nationalität des Tatverdächtigen. Der Mann sei ein 21-jähriger Pole ohne deutschen Wohnsitz. Er soll zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden haben.

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Der Flugverkehr am Flughafen Hannover ist am Sonnabend stundenlang eingestellt worden. Ein Mann war mit dem Auto auf das Vorfeld vorgedrungen.

Am Samstagnachmittag war der Flugverkehr wegen des Zwischenfalls für viereinhalb Stunden eingestellt worden. Der 21-Jährige hatte laut Bundespolizei ein verschlossenes Tor gewaltsam aufgebrochen und war mit seinem BMW auf das Flughafengelände gefahren. Dort hielt der Mann unter einem auf dem Vorfeld stehenden Flugzeug an, wo Beamte der Bundespolizei ihn überwältigten. Er soll Widerstand geleistet haben.

Unterdessen hat sich der Betrieb am Flughafen Hannover wieder normalisiert. Reisende müssten nicht mit größeren Wartezeiten rechnen, sagte eine Airport-Sprecherin am Sonntag. Insgesamt seien deutlich weniger Verbindungen von dem Vorfall betroffen gewesen als zunächst angegeben. Man habe fünf Landungen und vier Starts gestrichen, acht Maschinen flogen mit Verspätung ab.

Reicht Sicherheitskonzept am Flughafen Hannover aus?

Nach dem Zwischenfall mit dem Eindringling am Flughafen Hannover war die Frage aufgekommen, ob und welche Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen werden müssen. Flughafensprecher Sönke Jacobsen sagte am Samstagabend, nur wenige Stunden nach dem Vorfall sei es noch zu früh zu sagen, ob das Sicherheitskonzept überarbeitet werden müsse.

Aus Sicht der Bundespolizei griffen die Sicherheitsmechanismen optimal. Die Einsatzkräfte seien sofort eingeschritten. Dass eine Person auf das Vorfeld gelange, sei niemals komplett auszuschließen. Erst im Sommer hatte die Bundespolizei gemeinsam mit anderen Behörden und Partnern den Sicherheitsplan am Flughafen unterzeichnet. Dieser solle fortlaufend ergänzt und optimiert werden, hieß es.

Von RND/dpa/tm/frs