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Hannover Bundespolizei nimmt zwei gesuchte Straftäter fest
Nachrichten Hannover

Flughafen Hannover: Bundespolizei nimmt zwei gesuchte Straftäter fest

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16:00 25.08.2020
Die Bundespolizei hat am Flughafen Hannover zwei gesuchte Straftäter festgenommen. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Die Bundespolizei hat am Flughafen Hannover gleich zwei gesuchte Straftäter aufgegriffen und vorläufig festgenommen. Wie Frank Steigerwald von der Bundespolizeiinspektion Flughafen Hannover mitteilt, wurde bereits am vergangenen Freitag im Flughafengebäude ein mehrfach gesuchter Mann aus Nigeria angetroffen. Der 33-Jährige wurde laut Steigerwald festgenommen und zu seinem bereits vor mehr als einem Jahr angeordneten Haftantritt in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

33-Jähriger muss acht Monate ins Gefängnis

Nach Angaben der Bundespolizei war der nigerianische Staatsangehöriger bereits 2018 und 2019 wegen verschiedener Taten zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe und einer Zahlung in Höhe von 1200 Euro verurteilt worden. Unter anderem hatte er in zwei Fällen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet. Verurteilt hatte ihn ein Gericht aber auch wegen verschiedener Körperverletzungsdelikte und einer Bedrohung. Der Mann hatte sich aber laut Bundespolizei nach anfänglichen Teilzahlungen ins benachbarte Ausland abgesetzt und so der weiteren Strafvollstreckung entzogen. Nach seiner Festnahme am Flughafen und dem Transport ins Gefängnis muss er nun zusätzlich zu seiner achtmonatigen Freiheitsstrafe wegen noch ausstehender Zahlungen auch noch 103 Tage lang eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen.

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26-Jährige darf erst nach Tilgung einer Geldstrafe ausreisen

Eine Ersatzfreiheitsstrafe blieb einer 26-jährigen Frau aus Deutschland am Montag nach ihrer Festnahme im Flughafen gerade noch erspart. Sie wurde laut Steigerwald vor ihrem geplanten Flug in die Türkei bei ihrem Ausreiseversuch kurzzeitig verhaftet. Demnach war Beamten bei der Ausreisekontrolle eine noch ausstehende Geldstrafe der jungen Frau aufgefallen. Sie hatte nach einer Verurteilung wegen Betruges in fünf Fällen eine gerichtlich verhängte Geldstrafe von 900 Euro bislang nur teilweise bezahlt. Die 26-Jährige konnte allerdings direkt am Flughafen den noch ausstehenden Geldbetrag in Höhe von 520 Euro bezahlen. Laut Bundespolizeiinspektion ersparte ihr dies zwar den Antritt einer 34-tägigen Ersatzfreiheitsstrafe. Dafür kommen auf sie nun noch gerichtliche Kosten in Höhe von 168 Euro zu.

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Von Ingo Rodriguez