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00:17 26.05.2018
Jan van Wickeren (19) ist Badeaufsicht im Annabad. Der Abiturient arbeitet dort schon seit vier Jahren neben der Schule. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Perfekter Start in die Freibad-Saison: Sommerliche Temperaturen und viele Brückentage locken die Gäste derzeit in Scharen ins Wasser. Obwohl die Eintrittspreise in diesem Jahr erstmals nach acht Jahren ordentlich gestiegen sind. In den städtischen Bädern wie im Lister und Misburger Bad müssen Erwachsene mittlerweile 4,50 und Kinder 2,50 Euro für den Badespaß bezahlen. Je nach Kartenkategorie bedeutet das einen Anstieg von 20 bis 45 Prozent. Die privat geführten Bäder haben nachgezogen: Im Annabad und im Ricklinger Bad gelten die gleichen Preise, das Volksbad Limmer kassiert 3,50 und ermäßigt 2,50 Euro, im RSV Bad Leinhausen müssen Badegäste 3,50 und 2 Euro bezahlen. Die Stadt hat die Preiserhöhung mit gestiegenen Kosten und Investitionen zur Attraktivitätssteigerung begründet. Sie erhofft sich Mehreinnahmen von rund 244.000 Euro pro Jahr.

Wenn das Wetter so bleibt, dürften die Kassen daher ordentlich klingeln. Allerdings ist bei vollen Becken auch mehr Personal für die Badeaufsicht gefragt. Der Bundesverband der Deutschen Schwimmmeister (BDS) hat unlängst beklagt, dass es in vielen Einrichtungen Engpässe sowie grundsätzlich Nachwuchsmangel in der Branche gibt. Der Verband führt das vor allem auf Arbeitszeiten und schlechte Bezahlung zurück. „Der große Mangel, so wie ihn der Bundesverband der Schwimmmeister beklagt, herrscht bei uns zum Glück nicht, vielleicht muss man sagen: noch nicht“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. „Wir bemühen uns sehr um Nachwuchs in diesem Bereich.“ Bei der Stadt sind im Fachbereich Sport und Bäder aktuell auf 50 Stellen insgesamt 53 Fachangestellte für Bäderbetriebe beschäftigt. Dazu kommen zehn Stellen für Betriebsleitungen und jährlich sechs Ausbildungsplätze. Einige davon sind allerdings unbesetzt, „weil die Ausbildung auf eigenen Wunsch vorzeitig abgebrochen wurde und nicht genügend geeignete Bewerber gefunden werden konnten“, so der Stadtsprecher.

In den meisten hannoverschen Bädern kommen allerdings ohnehin keine ausgebildeten Fachkräfte sondern vielmehr Rettungsschwimmer zum sommerlichen Einsatz. „Wir sind mit DLRG-Kräften gut ausgestattet, allein bei Urlaub oder Krankheit kann es mal zu Engpässen kommen“, sagt ein Mitarbeiter des RSV Bads Leinhausen. Im Volksbad Limmer setzt man ebenfalls auf Saisonkräfte. „Ausgebildete Schwimmmeister beschäftigen wir nicht, für die Aufsicht haben wir Rettungsschwimmer, und die Technik betreuen wir selber“, so ein Sprecher des Freibades. Das gleiche gelte für das Fössebad, das allerdings keinen Außenbereich mehr hat.

Im Annabad, das der Polizei-Sportverein betreibt, wird ebenfalls mit Saisonkräften gearbeitet. Jan van Wickeren ist einer von ihnen. Der Abiturient steht bereits seit vier Jahren als Aufsicht am Beckenrand, „unter der Woche zweimal, in den Ferien weitaus öfter“, sagt der 19-Jährige. „Allerdings wird es immer schwieriger, jemanden zu finden“, betont Vereinssprecher Florian Lange. Momentan gebe es zwar genug Kräfte für die Badeaufsicht, bei Ausfall aber wird es eng. Für den BDS ist die Stellenbesetzung durch Rettungsschwimmer anstelle fachlich geprüfter Schwimmmeister nur bedingt eine Alternative. Die Rettungsschwimmer könnten zwar auch die Aufsicht am Beckenrand führen und im Notfall Leben retten. Allerdings fehle ihnen nach Angaben von BDS-Präsident Peter Harzheim das nötige technische Wissen, um beispielsweise regelmäßig das Wasser aufzubereiten und die Qualität zu überprüfen. Das entsprechende Vorgehen würde bei den Auszubildenden zum Schwimmmeister drei Jahre lang auf dem Lehrplan stehen.

Zum Weiterlesen:

Übersicht: Diese Freibäder in Hannover sind schon geöffnet.

Von Susanna Bauch

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