Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Fridays for Future: Diesmal soll ein Sternmarsch die Stadt lahmlegen
Nachrichten Hannover Fridays for Future: Diesmal soll ein Sternmarsch die Stadt lahmlegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:47 05.09.2019
Bei der August-Demo waren nur einige Tausend in Hannover auf der Straße. Quelle: Frank Wilde
Anzeige
Hannover

Ist die Zeit der freundlichen Klima-Demos bald vorbei? Bei den Fridays-for-Future-Organisatoren ist ein Sinneswandel zu spüren. Nach elf Monaten regelmäßiger Schulstreiks und Demonstrationen sei zwar „das Bewusstsein der Menschen geschärft, aber Taten fehlen immer noch“, heißt es in einem Aufruf zur nächsten Demonstration in Hannover am 20. September. Deshalb werde jetzt zu anderen Mitteln gegriffen: „Wir sind viele, und wir legen Hannover lahm, denn in der Politik ist immer noch nichts passiert.“

Fünf Fridays-Demorouten für Hannover angemeldet

Hannover lahmlegen? Polizeisprecher André Puiu bestätigt: Die jugendlichen Klimaprotestierer haben für den Freitag insgesamt fünf Demorouten angezeigt, die sternförmig Richtung Innenstadt führen. Dort soll sich der Marsch dann vom Opernplatz aus zu einer Abschlusskundgebung am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus bewegen. Start der gesamten Aktion ist zeitgleich um 12.30 Uhr am Lister Platz (List) und Braunschweiger Platz (Bult), am Altenbekener Damm/Heinrich-Heine-Platz (Südstadt), am Küchengarten (Linden) und an der Lutherkirche (Nordstadt).

Kommen 5000 zum Sternmarsch – oder 10.000?

Gegenüber der Polizei habe man zunächst 5000 Teilnehmer angegeben, sagt Mitorganistorin Lou Töllner. Angesichts der Resonanz bei der Friday-Demo zur Europawahl Ende Mai allerdings hoffe man auf deutlich mehr Zuspruch. Damals hatten die Friday-Organisatoren etwa 12.000 Teilnehmende geschätzt. Selbst während der Sommerferien im Juli waren es bei der Friday-Demo nach offiziellen Schätzungen noch 3000.

20. September ist globaler Klimastreik

„Am 20. September wird zum globalen Klimastreik aufgerufen“, sagt Töllner. Der Protest sei längst keine Angelegenheit von Schülern und Jugendlichen mehr, sondern umfasse alle Generationen. Die Aktion in Hannover wird unterstützt von der inzwischen angewachsenen Gruppe der Parents for Future, der Students, Scientists, Teachers und neuerdings auch der Entrepreneurs for Future, also der Unternehmer.

Hannoversche Unternehmen rufen zum Klimastreik auf

Diese Organisation vereint bundesweit inzwischen rund 2000 Unternehmer mit nach eigenen Angaben fast 200.000 Arbeitsplätzen. Auch in Hannover. Unter anderem folgt das Softwareunternehmen Cantamen mit Sitz am Hohen Ufer dem Aufruf zum Klimastreik und gibt den 45 Mitarbeitern frei, damit diese sich den Demonstrationen anschließen. Auch Heiko Heybey vom Clubcafé Spandau am Engelbosteler Damm schließt den Betrieb, damit die Mitarbeiter demonstrieren können. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich mit der Jugendbewegung zu solidarisieren“, sagt Heybey: „Der Klimawandel treibt uns längst alle um. Jetzt müssen wir zeigen, dass uns das Thema wichtig ist.“

Zum Weiterlesen:

So war die Fridays-for-Future-Demo während der Ferien im Juli

Fridays for Future im August: Was die Aktivisten selbst für das Klima tun

Zur Europawahl mehr als 10.000 Klimademonstranten in Hannover auf der Straße

Von Conrad von Meding

Die „Bruderschaft der Mudzborgh“ hat die frühere Landesbischöfin Margot Käßmann mit dem „Mudzborgher Löwen“ ausgezeichnet. Wie tief die historischen Wurzeln der Bruderschaft reichen, ist allerdings umstritten.

04.09.2019

Aufstieg durch Bildung will der familienpolitische Sprecher der FDP im Bundestag, Grigorios Aggelidis, mit seinem Konzept eines „Kinderchancengelds“ erreichen. Und dafür ist der in Linden und in der Nordstadt aufgewachsene Mann mit griechischen Wurzeln selbst das beste Beispiel.

04.09.2019

Neue Bauoffensive für Hannover: Künftig sollen die Unternehmen in der Landeshauptstadt 1300 Wohnungen pro Jahr bauen statt wie bisher 1000. Für diese Quote hat sich die Politik ausgesprochen. Die Linke wollte sogar Enteignungen, die CDU forderte, die Auflagen zu senken.

05.09.2019