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Hannover Neue Demo von Fridays for Future in Hannover: „OB-Wahlen sind Klimawahlen“
Nachrichten Hannover Neue Demo von Fridays for Future in Hannover: „OB-Wahlen sind Klimawahlen“
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09:56 25.10.2019
Fridays for Future hat in Hannover in diesem Jahr schon wiederholt zu Demonstrationen aufgerufen. An diesem Freitag ist es wieder soweit. Quelle: Tim Schaarschmidt (Archiv)
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Hannover

Für Fridays for Future ist die Oberbürgermeisterwahl in Hannover am Sonntag auch eine „Klimawahl“, und deshalb gehen die jungen Umweltschützer auch am heutigen Freitag wieder auf die Straße, um eine andere Klimapolitik zu fordern. Los geht es um 12.30 Uhr am Opernplatz, die Abschlusskundgebung findet am Trammplatz vor dem Neuen Rathaus statt.

Der neue Oberbürgermeister müsse die Klimakrise als das anerkennen, was sie sei, sagen die Fridays-for-Future-Aktivisten, nämlich „die größte Bedrohung aller Zeiten“. Bereits im August hatten sie ihre konkreten Forderungen für die Stadt formuliert.

Keine Autos in der Innenstadt und Nachtflugverbot

Bis 2022 sollen private Autos im Innenstadtring verboten werden, Wagen mit Verbrennungsmotoren in der Umweltzone bis 2030. Der Schienenfernverkehr soll zügig ausgebaut, Inlandsflüge ab Langenhagen soll es nicht mehr geben. Fridays for Future fordert schon ab Ende 2019 ein Nachtflugverbot. Der öffentliche Nahverkehr müsse kostenlos werden – und Hannover solle sich zu einer attraktiven Fahrradstadt nach Kopenhagener Vorbild werden.

Enercity soll nur noch Ökostrom anbieten

Bis 2025 soll Enercity nach Meinung der Aktivisten nur noch Ökostrom anbieten, bei der Wärmeversorgung soll die Umstellung auf erneuerbare Energieträger bis 2030 erfolgt sein. Alle öffentlichen Gebäude und Behörden müssten sofort auf Öko-Energie umgestellt werden, Dächer und Fassaden von kommunalen Gebäuden sollten Fotovoltaikanlagen erhalten.

Klimaschutz vor Denkmalschutz

Alle öffentlichen Gebäude sollen bis 2035 energetisch saniert werden, die Hälfte schon bis 2030. Denkmalschutz dürfe den Klimaschutz nicht blockieren, fordert die Bewegung Fridays for Future in Hannover. Neubauten dürften nur noch nach Passivhausstandard genehmigt werden. Die Modernisierung von Bestandsgebäuden müsse Vorrang vor Neubauten haben. Wenn möglich, sollten überall Solar- oder Fotovoltaikanlagen installiert werden.

Nur noch Ökolandbau

Alle Kantinen, auf die die Stadt Einfluss hat, sollen ausschließlich regionale, saisonale und ökologisch erzeugte Gerichte anbieten, bis 2025 sollten alle Bauernhöfe in der Region auf Ökolandwirtschaft umgestellt werden.

Mehr Informationen über die Klimakrise

In den Schulen soll die Klimakrise stärker Thema sein, überhaupt müsse darüber mehr informiert werden, heißt es, Sprachbarrieren dürfe es nicht geben. Jugendliche müssten mehr Mitspracherechte bekommen, zum Beispiel über einen Klimajugendrat.

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