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Hannover GEW fordert neue IGS statt Gymnasium
Nachrichten Hannover GEW fordert neue IGS statt Gymnasium
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16:55 30.11.2017
Neues Gymnasium, neue Methoden: Am Gymnasium Limmer, das im Sommer 2016 gegründet wurde,  wird ein Klassenrat eingerichtet. Damit können Schüler besser mitbestimmen. Quelle: Franson
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Hannover

 Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert die Pläne der Stadt, ein 18. Gymnasium in Hannover zu gründen. Der Bedarf sei vorhanden hatte Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski neulich im Schulausschuss der Stadt gesagt. Als Gründe führte sie generell steigende Schülerzahlen, vermehrte Anmeldungen am Gymnasium, aber auch die hohe Zahl der Wiederholer in Jahrgang 5  an.

„Für die Schulstrukturplanung  insgesamt reicht es nicht aus allein den Blick darauf zu lenken, wie viele Schüler beim Übergang von der 4. in die 5. Klasse an einem Gymnasium angemeldet werden, sagt GEW-Kreisvorsitzender Harald Haupt. Entscheidend sei vielmehr, wie viele dieser Kinder die 7. oder 8. Klasse des Gymnasiums überhaupt noch erreichten und wie viele Wiederholer es in pro Jahrgang gebe. Es sei bekannt, dass an Gymnasien viel mehr Kinder starteten als am Ende dort blieben. Deshalb sei es viel besser, eine weitere Integrierte Gesamtschule statt eines Gymnasium einzurichten. Dort drohe den Kindern kein Sitzenbleiben oder ein Schulwechsel, Lerngruppen blieben länger zusammen. 

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Rzyski hat immer betont, dass für die Schulentwicklungsplanung auch wichtig sei, wie viele Kinder tatsächlich an der Schule blieben, an der sie begonnen hätten. Für die Erhebung der Daten hat sie jetzt eigens einen Statistiker eingestellt. Lob gab es von der GEW für den Pan der Stadt, weitere IGSen mit Oberstufen auszustatten. 

Von Saskia Döhner