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Hannover Gläserner Rad-Parkturm für Wunstorf findet viel Zustimmung
Nachrichten Hannover Gläserner Rad-Parkturm für Wunstorf findet viel Zustimmung
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16:55 13.09.2019
So wie in dieser Computersimulation könnte der Rad-Parkturm am Wunstorfer Bahnhof aussehen. Quelle: Wöhr/Design-Gruppe
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Hannover/Wunstorf

Die Planung für zwei gläserne Radparkhäuser am Bahnhof Wunstorf nimmt Fahrt auf. Der Verkehrsausschuss der Region hat das Konzept am Donnerstag einstimmig gebilligt. Nun sollen Fördergeld eingeworben und eine Ausschreibung gestartet werden: Die Region will das Pilotprojekt noch im kommenden Jahr bauen.

Vollautomatische Rad-Parkhäuser: Drei stehen schon in Süddeutschland

Vor allem Pendler sollen ihre Fahrräder beim Umsteigen in die Bahn künftig komfortabel und sicher parken können. Die vollautomatischen Anlagen, von denen drei bereits in Süddeutschland laufen, verstauen angelieferte Räder mit Robotertechnik auf verschiedenen Ebenen. Die Herausgabe soll in weniger als 18 Sekunden klappen.

240 Rad-Stellplätze: Buchung auch per App

Regions-Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz sagte im Ausschuss, er sei „guter Dinge“, dass Bund- und Landesgeld für das Projekt flössen. 240 Stellplätze soll der Doppelturm bieten, das sei angesichts der vielen wild abgestellten Räder am Bahnhof „für Wunstorf eine gute Kapazität“. Das Abstellen solle für GVH-Dauerkartenbesitzer kostenlos sein, aber auch tagesweise per Handy-App buchbar.

Wunstorf als Pilotprojekt für die Region

Neben dem Trafohäuschen soll an der Stelle des Motorrad-Parkplatzes künftig die mehrgeschossige Fahrradgarage stehen. Die Motorräder sollen woanders Platz finden. Quelle: Sven Sokoll

Franz berichtete, dass die Betriebskosten von den Herstellern mit etwa 10 000 Euro im Jahr angegeben würden. Ob die Summe reiche, solle sich zeigen. Das Ziel: Wenn die Anlage in Wunstorf erfolgreich ist, könne ähnliches etwa in Lehrte und Hannover gebaut werden. Unter anderem müsse die Anlage 24 Schließfächer zum Nachladen von Pedelec-Akkus beinhalten, sagte der Dezernent: Dafür gebe es zwar derzeit wenig Nachfrage, aber Bund und Land rechneten mit sich veränderndem Nutzerverhalten und gäben sonst keine Zuschüsse.

Stromversorgung über Solartechnik?

Linken-Politiker Michael Fleischmann forderte, gleich eine Erweiterungsmöglichkeit für die Anlage einzuplanen, in den Niederlanden gebe es schließlich Anlagen mit mehr als 1000 Plätzen. Außerdem müssten alle Radfahrer den Service kostenlos nutzen können. CDU-Politiker Eberhard Wicke widersprach: Vor allem, wer ein GVH-Abo habe, solle davon profitieren. Adam Wolf (Piraten) empfahl, eine Stromversorgung über Solartechnik zu prüfen, vielleicht sogar einen Solarradweg, der zum Parkhaus führe. Dezernent Franz sagte, die Stadtwerke Wunstorf kümmerten sich um die Stromversorgung.

Die Ausschreibung soll noch im Herbst starten. Die Region rechnet mit Kosten von etwa 1,5 Millionen Euro.

Zum Weiterlesen:

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Von Conrad von Meding

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