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Hannover Gebrauchtmöbel bei Ikea – wieder nur ein Marketinggag?
Nachrichten Hannover Gebrauchtmöbel bei Ikea – wieder nur ein Marketinggag?
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20:19 08.07.2019
„Den Schweden fehlt es an Stringenz, was die Rückgabe betrifft“: Der Kommentar von HAZ-Redakteur Conrad von Meding. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die schwedischen Möbelbauer verstehen sich auf gutes Marketing, keine Frage. „Zweite Chance“ für Möbel, das klingt schön. Und der Begriff „Nachhaltigkeit“ kommt bei weiten Teilen der Käuferzielgruppe ohnehin gut an. Aber mal ehrlich: Die meisten Ikea-Möbel sind natürlich nicht nachhaltig. Wer einmal mit den vielfach aus günstigen Materialien zusammengesetzten Teilen umgezogen ist, der kennt die Grenzen der Haltbarkeit.

Trotzdem ist die Idee einer Rücknahme gebrauchter Möbel nicht schlecht. Wer sieht, wie viele Möbelstücke täglich auf Wertstoffhöfen und bei Sperrmüllabfuhren in der Presse landen, die mindestens noch Studenten-WGs und Hobbykeller schmücken könnten, der bekommt eine Ahnung von den Problemen der Wegwerfgesellschaft. Wenn künftig zumindest der gut erhaltene Teil dieser Möbel den Weg über das Geschäft zu preisbewussten Kunden findet, ist wieder ein kleiner Schritt getan, um Ressourcen zu schonen. Dann wäre das Gebrauchtmöbelkonzept auch mehr als nur ein Marketinggag. Nicht umsonst lobt der Naturschutzbund freundlich den neuen Ansatz.

Insgesamt aber fehlt es den Schweden an Stringenz, was die Rückgabe betrifft. Bald im Jahrestakt wechseln die Konzepte in diesem Bereich. Man kann das für den Ausweis besonderer Kreativität halten – oder aber für Trommelei um jeden Preis. Die meisten Kunden aber dürften allmählich verwirrt sein. Es wäre schön, wenn man langfristig wüsste, woran man bei Ikeas Rücknahmekonzepten nun ist.

Der Text zum Kommentar:

Test im Expo-Park erfolgreich: Ikea nimmt künftig Gebrauchtmöbel zurück

Von Conrad von Meding

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