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Hannover Ratspolitik beschließt Anstieg der Abwassergebühren
Nachrichten Hannover Ratspolitik beschließt Anstieg der Abwassergebühren
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00:17 06.12.2018
Das Klärwerk in Herrenhausen wird für viele Millionen Euro erneuert. Die Investition ist einer der Gründe, warum die Stadt die Schmutzwassergebühr erhöht. Quelle: Christian Behrens
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Hannover

Im kommenden Jahr müssen die Hannoveraner deutlich mehr Geld für die Reinigung des Abwassers zahlen. Ab 1. Januar steigt die Gebühr um 35, 5 Prozent, in absoluten Zahlen: Von 1,72 Euro pro Kubikmeter auf 2,33 Euro. Das hat die Ratspolitik am Montag im zuständigen Fachausschuss mehrheitlich beschlossen. Kritik kommt aus den Reihen von CDU, Linken und AfD. Das letzte Wort hat der Rat. Die Stadtverwaltung begründet den Anstieg mit notwendigen Investitionen, unter anderem in das Kanalsystem. In den kommenden beiden Jahren will die Stadt 16 bis 17 Millionen Euro pro Jahr ausgeben, um die Kanäle zu sanieren.

Dennoch will die Ratsopposition die Erhöhung nicht so einfach hinnehmen. „Das ist ein heftiger Schluck aus der Gebührenpulle, der die Bürger massiv belastet“, sagt CDU-Umweltpolitiker Maximilian Oppelt. Die Gründe für den Anstieg hätten ihn nicht überzeugt. Die CDU schlägt vor zu prüfen, ob die Stadtentwässerung nicht effektiver arbeiten könne. „Es kann nicht sein, die gestiegenen Kosten eins zu eins an den Bürger weiterzureichen“, sagt Oppelt.

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Das weist Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne) zurück. „Die Mitarbeiter sind an der Belastungsgrenze angekommen“, sagt sie. Man habe es sich mit der Gebührenerhöhung im übrigen nicht leicht gemacht und alle Möglichkeiten durchgerechnet. Aber sowohl die teure Klärschlammentsorgung als auch die notwendigen Investitionen ins Klärwerk Herrenhausen sowie ins Kanalnetz seien nicht mehr ohne Weiteres zu stemmen.

Vertreter des Mehrheitsbündnisses (SPD, Grüne, FDP), erinnern daran, dass die Abwassergebühr 15 Jahre lang stabil geblieben sei. „Wenn wir jetzt nicht handeln, steht uns irgendwann die Soße bis zum Hals“, meint Grünen-Umweltpolitiker Patrick Drenske. Geplant ist, dass nach der Erhöhung die Gebühr drei Jahre lang stabil bleibt.

Von Andreas Schinkel

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