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Hannover Stadt gibt 300.000 Euro für neue Blitzer aus
Nachrichten Hannover Stadt gibt 300.000 Euro für neue Blitzer aus
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18:00 25.01.2019
Quelle: Florian Petrow
Hannover

Rund ein Jahr, nachdem die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig den Betrieb mehrerer Blitzer im Stadtgebiet von Hannover moniert hatte, hat nun die Umrüstung begonnen. Die Verwaltung lässt derzeit an fünf Stellen der Landeshauptstadt insgesamt sechs Geschwindigkeitsmessgeräte austauschen. Betroffen sind die Blitzer am Friederikenplatz, an der Schloßwender Straße in Höhe des türkischen Konsulats in beiden Richtungen, an der Vahrenwalder Straße Höhe Niedersachsenring, an der Lavesallee und an der Hamburger Allee. Die Umrüstung kostet pro Gerät rund 50.000 Euro.

Anlagen noch nicht in Betrieb

Die Arbeiten waren notwendig geworden, weil die von der Bundesanstalt erteilten Zulassungen für die Blitzer abgelaufen waren. Die neuen Geräte messen, nach Angaben der Stadt, ausschließlich die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Die Messungen erfolgen mittels Induktionsschleifen und nicht, wie bei den alten Anlagen, durch Detektoren in der Fahrbahn. Noch sind die Anlagen nicht in Betrieb gegangen. Das Eichamt Niedersachsen muss sie zuvor prüfen und abnehmen.

Insgesamt gibt es damit im Stadtgebiet von Hannover 32 stationäre Geschwindigkeitsmessstellen. Es sind derzeit fünf verschiedene Gerätetypen im Einsatz, die entweder mit Laserscanner, Induktion oder Detektoren versehen sind. Nicht alle Blitzer messen ausschließlich die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Es gibt Geräte, die nur Rotlichtverstöße registrieren. Es gibt Blitzer, die lediglich Tempoverstöße festhalten und es gibt Geräte mit kombinierter Rotlicht- und Geschwindigkeitsmessung.

Autofahrer mit Tempo 196 geblitzt

Wie wichtig die stationären Blitzer auch im Stadtgebiet sind, zeigt ein Blick in die Statistik. Im vergangenen Jahr hielten die Messgeräte zahlreiche gravierende Tempoverstöße fest. Ein Autofahrer wurde in seinem Wagen auf der Vahrenwalder Straße mit einer Geschwindigkeit von 196 Stundenkilometern erwischt – erlaubt ist dort nur Tempo 50. Auf der Bornumer Straße blitze ein Gerät einen Wagen mit 151 Stundenkilometern, ebenfalls auf einer Tempo 50-Strecke. Auf der Friedrich-Ebert-Straße war im vergangenen Jahr ein Fahrzeug mit 147 Stundenkilometern, bei erlaubtem Tempo 50 unterwegs. „Die meisten Verstöße wurden im vergangenen Jahr auf dem Westschnellweg festgestellt“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Dann folgt in der Liste die Vahrenwalder Straße und die Bornumer Straße.

Auch die Einnahmen aus den Messgeräten können sich sehen lassen. Eine endgültige Zahl für das vergangene Jahr liegt nach Angaben der Stadt noch nicht vor. Bislang sind in der Statistik eine halbe Millionen Euro Bußgelder für Rotlichtverstöße, sowie 3,4 Millionen Euro Bußgelder für Tempoverstöße verzeichnet.

Von Ingo Rodriguez und Tobias Morchner

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