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Hannover DNA-Spuren des 24-Jährigen an Tatwaffe
Nachrichten Hannover DNA-Spuren des 24-Jährigen an Tatwaffe
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08:43 17.07.2018
Anna Lena starb Mitte Juni vor einer Grundschule in Barsinghausen. Am Fundort der Leiche wurden seitdem viele Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover/Barsinghausen

Die Tatwaffe, mit der Mitte Juni die 16-jährige Anna Lena in Barsinghausen getötet wurde, trägt mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ die DNA-Spuren des verdächtigen 24-Jährigen. Das teilte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge mit. Nach wochenlanger Analyse liegen nun die Ergebnisse des Tests vor. Anna Lena wurde demnach mit einem Holzscheit erschlagen, daran konnten die Forensiker demnach DNA-Material des verdächtigen Deutsch-Dominikaners sicherstellen. Da Ronald M. die Tat abstreitet, müssen die Ermittler objektive Beweise sammeln. Laut Klinge seien die Spuren daher sehr wichtig.

Der 24-Jährige sitzt seit fast einem Monat in Untersuchungshaft und wird beschuldigt, Anna Lena vor der Adolf-Grimme-Schule in Barsinghausen getötet zu haben. Spaziergänger hatten den Körper am 17. Juni etwas abseits auf dem Rasen entdeckt. Das Mädchen war in der Nacht zuvor feiern und wurde zuletzt am Bahnhof Barsinghausen lebend gesehen. Nach HAZ-Informationen hatte sie gegen 1.30 Uhr noch Kontakt zu Freunden, doch dieser riss wenig später ab. Bei M. soll es sich laut Polizei um eine Zufallsbekanntschaft in jener Nacht gehandelt haben.

Die Obduktion der blutüberströmten Leiche hatte ergeben, dass die 16-Jährige nicht sexuell missbraucht wurde – ob es der Täter jedoch vor hatte, ist nicht bekannt. Nach Zeugenhinweisen konnte Ronald M. kurze Zeit später festgenommen werden. Er lebt seit fast 20 Jahren in Deutschland, wohnte lange Zeit in Baden-Württemberg und kam 2015 in die Region Hannover. Laut Klinge ist er aus polizeilicher Sicht kein Unbekannter und saß zuletzt bis Januar längere Zeit in Haft.

Aufgrund der gefundenen DNA-Spuren könnte nun auch Bewegung in die Ermittlungen bezüglich der getöteten Veronika B. kommen. Auch sie war Mitte April in Barsinghausen erschlagen worden, der Fundort der Leiche befindet sich nur 500 Meter von dem Ort entfernt, an dem Anna Lenas Leichnam entdeckt wurde. Bislang gibt es auch in diesem Fall keinen Verdächtigen. Möglicherweise stimmen auch hier die DNA-Proben mit denen von Ronald M. überein. Klinge: „Wir prüfen jetzt natürlich, ob es auch hier Übereinstimmungen gibt.“ Ein Ergebnis liege aber noch nicht vor.

Von Peer Hellerling

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