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Hannover Tote Sexarbeiterin Silke B.: Polizei nimmt Tatverdächtigen fest
Nachrichten Hannover

Getötete Sexarbeiterin Silke B. aus Hannover-Stöcken: Polizei nimmt Verdächtigen fest

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14:32 24.09.2021
Silke B. war tot in ihrer Wohnung in der Flemesstraße aufgefunden worden.
Silke B. war tot in ihrer Wohnung in der Flemesstraße aufgefunden worden. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen im Fall der getöteten Sexarbeiterin Silke B. festgenommen. Das haben die Polizeidirektion Hannover und die Staatsanwaltschaft Hannover am Freitagnachmittag mitgeteilt. Es handelt sich um einen 25-Jährigen aus dem Bereich Hildesheim.

„Der mutmaßliche Täter wurde am Freitag einem Haftrichter vorgeführt und kam anschließend in Untersuchungshaft“, sagt Staatsanwalt Oliver Eisenhauer. Der Verdächtige war im Rahmen der Auswertung von Telekommunikationsdaten des Opfers in den Fokus gerückt, so Eisenhauer. Zum weiteren Verlauf der Ermittlungen halten sich die Ermittler bedeckt.

Silke B. war am Sonntag, 19. September, tot in ihrer Wohnung in der Flemesstraße in Hannover-Stöcken aufgefunden worden. Ein Nachbar der 53-Jährigen war auf die offen stehende Wohnungstür aufmerksam geworden. In der Einzimmerwohnung fand er die Leiche von B. In ihrer Unterkunft hatte sie ein Wohnungsbordell betrieben.

Die Ermittler haben am Tatort in der Flemesstraße umfangreich Spuren gesichert. Quelle: Christian Elsner

Mordkommission „Flemes“ ermittelt

Unter der Woche wurde die Mordkommission „Flemes“ gegründet. Zudem hatten Beamte Flyer mit einem Foto von B. samt Zeugenaufruf in der Stöckener Nachbarschaft verteilt. Wie die Polizeidirektion Hannover mitteilt, waren seitdem Hinweise im niedrigen zweistelligen Bereich eingegangen.

Da die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, bittet die Behörde weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Die Ermittler interessiert vor allem der Zeitraum von 18 bis 23 Uhr am Sonntagabend, zwischen dem letzten Lebenszeichen von Silke B. und dem Auffinden ihrer Leiche. Wer Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (0511)109 55 55 bei der Polizei zu melden. Auch die Spurenauswertung dauert nach Polizeiangaben weiter an.

Von Manuel Behrens