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Hannover Warum werden Radfahrer auf gefährliche Autostraße gezwungen?
Nachrichten Hannover Warum werden Radfahrer auf gefährliche Autostraße gezwungen?
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16:29 09.04.2019
An der Wülfeler Straße endet der Radweg plötzlich. Radfahrer werden auf die Straße gezwungen, mit Autos ist es dort aber ziemlich eng. Quelle: Irving Villegas
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Bemerode

„Morgens ist hier Chaos pur“, sagt die dreifache Mutter Gabriele Hannibal. Wenn sie morgens ihr Kind zur Grundschule An der Feldbuschwende bringe, drängten sich Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer auf dem Weg, manche hätten einen Anhänger oder Kinderwagen dabei. Und dazwischen auch noch die Elterntaxis, die teils waghalsige Wendemanöver zwischen den zur Schule strömenden Kindern in der Einfahrt hinlegten. Nachmittags, wenn der Ganztagsbetrieb ende und gleichzeitig die Trainingszeiten der Vereine beginnen, sei die Situation nicht viel anders. „Vielleicht sollte man eine Kiss-and-Ride-Zone mit Rondell einrichten“, schlägt Bürgermeisterin Regine Kramarek (Grüne) vor. Fußgänger und Radfahrer könnten durch einen zweiten Eingang zur Schule kommen, um den Autoverkehr nicht kreuzen zu müssen.

Die Grünen haben zum Spaziergang durch Bemerode eingeladen, um die neuralgischen Punkte für Kinder, Behinderte, Ältere und Fahrradfahrer aufzuzeigen. Von der Feldbuschwende geht es zum Straßenbahnübergang an der Schule und in der Kurve Richtung Brabeckstraße. Die blinkenden Warnampeln schalten sich erst spät ein, durch Umlaufsperren ist der Übergang sehr eng. Das gilt auch für die Haltestelle Emslandstraße. Wer mit Kinderwagen oder Fahrrad unterwegs ist, kommt nur schwer durch. Sind diese Umlaufsperren überhaupt nötig? Mutter Hannibal findet sie überflüssig.

Radweg an der Wülfeler Straße endet im Nichts

Für Radfahrer sieht Kramarek besonders an der Einmündung der Wilhelm-Göhrs-Straße in die Wülfeler Straße eine Gefahrenquelle. Hier endet der Radweg an der Wülfeler Straße plötzlich, die Radfahrer sollen auf der Straße weiterfahren, die jedoch ist sehr eng und viele Autos beschleunigen, da auf der Höhe ausgerechnet auch noch ein Verkehrsschild steht, das darauf hinweist, dass man wieder 50 km/h fahren darf. Einen Lösungsvorschlag haben die Grünen schon parat: Die Parkplätze entlang der Wülfeler Straße könnten abgebaut und stattdessen ein Radweg errichtet werden. Die meisten Radfahrer nutzen jetzt lieber den Fußweg, anstatt auf der Autostraße zu fahren, obwohl das ausdrücklich verboten ist. Im weiteren Verlauf könnte vor der Einmündung der Straße Hinter dem Dorfe die Rechtsabbiegerspur entfernt und dafür ein Radweg eingerichtet werden.

Bordstein vor Grundschule absenken, mehr für Radfahrer tun

Bei ihrem mehrstündigen Rundgang sind den Spaziergängern noch weiter Kritikpunkte aufgefallen. An der Kreuzung Laatzener Straße/Ecke Emslandstraße ist der Fußweg nur auf der linken Straßenseite der Laatzener Straße vorhanden, der jedoch ist sehr eng und zahlreiche Radfahrer nutzen diese Strecke. Überhaupt ist die Emslandstraße stark befahren und zerschneidet die Siedlung. Kleine Kinder und Senioren haben Probleme, die Straße sicher zu überqueren. Die Emslandstraße ist zwischen der Alten Bemeroder Straße und dem Döhrbuch ohne Radwege, es gibt viel Autoverkehr und auch viele Radfahrer. Hier fordern die Grünen einen Vorschlag von der Stadt, wie die Lage für Radfahrer entschärft werden könnte. Vor der Grundschule Am Sandberge fehlt eine Bordsteinabsenkung am Zebrastreifen. Die Grünphase an der Ampelkreuzung Brabeckstraße/Rathausplatz ist zu kurz. An der Anecampstraße gibt es zwar Spielplätze, aber keinen Bolzplatz.

Die Grünen wollen laut Kramarek in den nächsten Bezirksratssitzungen Anträge einbringen mit Vorschlägen, wie die Kritikpunkte verbessert werden können. Und im Herbst soll es wieder einen Spaziergang mit Bürgern durchs Viertel geben, dieses Mal durch Kirchrode.

Von Saskia Döhner

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