Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover 93-Jährige tot aufgefunden – Polizei schließt Verbrechen nicht aus
Nachrichten Hannover 93-Jährige tot aufgefunden – Polizei schließt Verbrechen nicht aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:40 13.05.2019
In ihrer Wohnung in der Kestnerstraße ist eine 93-Jährige tot aufgefunden worden. Die Polizei schließt ein Verbrechen nicht aus. Quelle: Clemens Heidrich
Hannover

Eine 61 Jahre alte Frau hat am Sonntagmorgen ihre 93-jährige Tante tot in der Wohnung an der Kestnerstraße in der Südstadt gefunden. Laut Polizeisprecher Philipp Hasse werfe die Situation, in der die Leiche in der Wohnung gefunden wurde, Fragen auf. „Wir können ein Fremdverschulden derzeit nicht ausschließen“, sagt er. Heißt: Gisela W. fiel möglicherweise einem Verbrechen zum Opfer. Die Nichte wollte die 93-Jährige gegen 11 Uhr besuchen. Als sie die Leiche entdeckte, wählte sie umgehend den Notruf. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Am frühen Nachmittag untersuchte ein Rechtsmediziner die Leiche noch am Fundort, „die Todesursache konnte aber auch dabei nicht zweifelsfrei geklärt werden“, sagt Hasse. Deshalb sollte der Leichnam um 19 Uhr obduziert werden, das soll endgültige Klarheit schaffen. Am Montagmorgen teilten die Ermittler auf HAZ-Anfrage zwar mit, die Untersuchungen seien inzwischen abgeschlossen. Allerdings könnten sie weiterhin keine näheren Angaben zur Todesursache machen. Derzeit finde eine Besprechung der Kriminalpolizei zum weiteren Vorgehen statt.

Tote war „liebe, alte Dame“

Nachbarn von Gisela W. berichten der HAZ, dass die 93-Jährige seit mehr als einem Jahrzehnt und allein in der Wohnung im zweiten Stock gelebt habe. Eine junge Mieterin beschreibt die Seniorin als „liebe, alte Dame“. Sie sei allerdings schwerhörig gewesen, weshalb die 93-Jährige das Klingeln an der Tür häufig nicht mitbekommen habe. Ebenso wenig wie zu den Todesumständen macht die Polizei derzeit Angaben zur möglichen Ursache. So ist beispielsweise nicht bekannt, ob etwas gestohlen wurde. „Ich habe schon ein ungutes Gefühl, dass die Frau umgebracht wurde“, sagt eine Mieterin. Sie mache sich jetzt durchaus auch Sorgen um ihre eigene Sicherheit.

Die Kriminalpolizei befragte noch im Tagesverlauf die Nichte der 93-Jährigen und die übrigen Mieter des Mehrfamilienhauses an der Kestnerstraße. Unklar ist beispielsweise, wann Gisela W. das letzte Mal lebend gesehen wurde. Gleichzeitig bittet Polizeisprecher Hasse mögliche weitere Zeugen, sich bei der Kriminalpolizei zu melden. Hinweise werden unter der Telefonnummer (0511) 109 55 55 entgegengenommen.

Erinnerungen an Mai 2017

In der jüngeren Vergangenheit hat es in Hannover mehrere Gewalttaten gegen hochbetagte Senioren gegeben: Im Mai 2017 wurde 91-jährige Etya V. in Hainholz erschlagen. Ein Täter konnte bisher nicht gefasst werden, ein anfangs Verdächtigter wurde wenig später wieder freigelassen. Ebenfalls im Mai 2017 wurde ein 96-Jähriger in seiner Wohnung in Stöcken lebensgefährlich verletzt, er verstarb wenig später.

Bereits im November 2016 überfiel zudem ein Unbekannter eine damals 82-Jährige in deren Wohnung in Hainholz, nach der Tat lag die Frau im Koma und lebt inzwischen in einem Pflegeheim. Die rätselhafte Serie an Überfällen auf Senioren konnte bislang nicht aufgeklärt werden, weshalb im August 2018 die fünfköpfige Ermittlungsgruppe Kranich neu gegründet wurde.

Von Peer Hellerling

In Hannover-Bothfeld ist am Sonnabend offenbar ein Beziehungsstreit auf offener Straße eskaliert. Dort schlug ein 28-Jähriger mit einer Machete auf seinen Kontrahenten ein. Ein zufällig vorbeikommender Busfahrer griff ein und hielt den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest.

12.05.2019

Diese Reise nach Hannover werden zwei Männer aus Aurich nicht so schnell vergessen: Sie wollten im Stadtteil Vahrenheide Schmuck ankaufen. Doch dazu kam es nicht, sie wurden brutal ausgeraubt.

12.05.2019

Mousse T. am Plattenteller, ein bombastisch dekorierter Kuppelsaal und 2600 abgesetzte Eintrittskarten im Vorverkauf. Mit der Glitterbox füllen die Maschseefest-Organisatoren eine Lücke in Hannovers Partylandschaft.

15.05.2019