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Hannover Amtsgericht testet neue Sicherheitsschleuse
Nachrichten Hannover Amtsgericht testet neue Sicherheitsschleuse
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00:21 16.02.2019
Das Amtsgericht Hannover hat am Mittwoch erstmals seine neue Sicherheitsschleuse in vollem Umfang getestet. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Das Amtsgericht Hannover hat am Mittwochmorgen erstmals seine neue Sicherheitsschleuse getestet – und prompt für lange Staus und verspätete Prozessbeginne gesorgt. Der Eingangsbereich wird momentan umgebaut, geplant waren die Arbeiten schon seit geraumer Zeit. „Wir haben beim heutigen Testbetrieb festgestellt, dass wir noch nachsteuern müssen“, sagt Gerichtssprecherin Catharina Erps auf HAZ-Anfrage. Erstmals seien mit der neuen Anlage alle Besucher durchsucht worden. Hintergrund für die Umgestaltung sind die gestiegenen Sicherheitsanforderungen, damit nicht mehr jeder einfach so in die niedersächsischen Gerichte gelangen kann.

Alle Besucher werden kontrolliert

Das historische Amtsgericht verfügt ab sofort über einen separaten Bereich mit einer Scanner-Straße, wie sie beispielsweise von Flughäfen bekannt sind. Diese Kontrolle müssen demnächst alle Personen durchlaufen, die Prozessbeteiligte oder Zuhörer sind beziehungsweise etwas im Amtsgericht erledigen wollen. „Das Personal und Anwälte sind davon ausgeschlossen“, sagt Erps. Sie gelangen direkt über eine Schleuse ins Gebäude. Menschen, die lediglich eine Information einholen oder Schriftsätze abgeben wollen, können dies ab sofort am Serviceschalter direkt am Eingang erledigen. Erps: „Er wurde deshalb extra weiter nach vorne verlegt.“ Früher befand er sich dort, wo nun die Scanner-Straße aufgebaut wurde.

Weshalb die sogenannte Vollkontrollen gerade am Mittwoch für eine solch lange Warteschlange sorgte, dass diese bis fast auf die Straße reichte, ist noch unklar. „Wir werden das jetzt auswerten“, sagt Erps. Schließlich habe es regelmäßige Vollkontrollen schon vor der neuen Anlage gegeben – ohne große Verzögerungen. „Aber genau so etwas soll der Probelauf zeigen“, sagt Erps. Bis zur endgültigen Fertigstellung der neuen Sicherheitsschleusen im März werde es wahrscheinlich noch Anpassungen geben. Immer wieder wurde der Umbau verschoben, zuletzt sollte er Ende 2018 abgeschlossen sein. 3000 Besucher strömen täglich in Amtsgericht Hannover.

Mehr Personal nötig

Und selbst nach der Eröffnung soll es nicht immer Vollkontrollen geben. Dafür binde das Procedere zu viel Personal, „das man erst einmal zur Verfügung haben muss“, sagt Erps. Fünf bis sieben Wachtmeister werden benötigt, diese Stellen sollen laut Justizministerium sukzessive über Jahre hinweg geschaffen werden. Allerdings bedeute das nicht, dass die Sicherheit im Amtsgericht leide. Erps: „Jeder, der uns nicht bekannt ist, wird angesprochen.“ Erst, wenn sich die Wachtmeister einen Eindruck verschafft hätten, dürfe der Kontrollierte weiter – oder muss den Umweg über die Scanner-Straße nehmen. Die Vollkontrollen soll es laut Erps zusätzlich „mehrmals im Monat und anlassbezogen geben“. Täglich stattfindende Überprüfungen aller Besucher gibt es in Hannover derzeit nur am Landgericht und Fachgerichtszentrum.

Von Peer Hellerling

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