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Hannover Wieder Brandstiftung? Abstellraum und Kinderwagen fangen Feuer
Nachrichten Hannover Wieder Brandstiftung? Abstellraum und Kinderwagen fangen Feuer
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16:09 22.04.2019
Die Polizei schließt nicht aus, dass beide Brände absichtlich gelegt wurden. Quelle: Christian Elsner
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Hannover

In einem Mehrfamilienhaus in Groß-Buchholz sind binnen kürzester Zeit ein Abstellraum und ein Kinderwagen in Flammen aufgegangen. Wie die Polizei Hannover mitteilt, ereignete sich der Vorfall bereits am Gründonnerstag gegen 19.15 Uhr am Osterfelddamm. Brandstiftung sei nicht auszuschließen. Anwohner hatten zunächst Brandgeruch bemerkt und den Notruf gewählt, die Feuerwehr konnte die Flammen im siebten Stock des Gebäudes rasch löschen. Das Feuer war in einem von vier Verschlägen ausgebrochen, die Gegenstände darin verbrannten nahezu vollständig. Außerdem beschädigte der Brand auch Inventar in den umliegenden Kammern.

Brennender Kinderwagen auf Vordach

Noch während die Kriminalpolizei den Fall aufnahm, meldete sich ein weiterer Bewohner des Hauses: „Jetzt brannte ein Kinderwagen, der im zweiten Obergeschoss auf einem Vordach lag“, sagt Polizeisprecherin Isabel Christian. Die Ermittler konnten die Flammen mit Feuerlöschern erfolgreich bekämpfen, die Feuerwehr musste nicht erneut anrücken. Brandermittler werden beide Örtlichkeiten in den kommenden Tagen noch einmal untersuchen, um Rückschlüsse auf die Brandursachen führen zu können. Christian: „Derzeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Feuer vorsätzlich gelegt wurden.“ Zeugen werden gebeten, sich unter Telefon (0511) 109 55 55 zu melden. Am Osterfelddamm kam es in jüngster Zeit wiederholt zu Brandstiftungen.

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Polizei entdeckt zufällig gesuchten Mann

Einen kleinen Ermittlungserfolg gab es jedoch am Rande des Brandeinsatzes: Die Polizei nahm einen 35-Jährigen fest, dessen Personalien sie im Rahmen der Untersuchungen überprüft hatten. „Dabei stellte sich heraus, dass er per Haftbefehl gesucht wurde“, sagt Christian. Nähere Angaben zum Delikt macht sie nicht, mit den Bränden habe er jedoch nichts zu tun. Da der Gesuchte die offene Geldstrafe aber nicht vor Ort begleichen konnte, wurde er in die Justizvollzugsanstalt gebracht, um dort seine Ersatzfreiheitsstrafe anzutreten.

Von pah