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Hannover DJ BoBo rettet in Hannover die Welt
Nachrichten Hannover DJ BoBo rettet in Hannover die Welt
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00:18 13.05.2019
DJ Bobo präsentiert sich auf der Bühne mit seiner Ehefrau Nancy Baumann. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

DJ BoBo fliegt über die Bildschirme der Tui-Arena als Superheld ein. Vage erinnert er an den Comic-Superhelden Iron Man, die Bühne mutiert zu einem Raumschiff, der Beat beginnt und hört erstmal nicht wieder auf.

Es läuft alles nach bewährtem Rezept: DJ BoBos Frau, Nancy Baumann, singt sich durch altes und neues Material, BoBo rappt, Tänzerinnen und Tänzer gibt es reichlich, „Respect“ und „Love“ sind Schlüsselworte. Ja, es gibt „Pray“, ja „Where Is the Love“, an ein paar Stellen – beispielsweise eine stark präsente E-Gitarre bei „Somebody Dance With Me“ und „What a Feeling“ – verlässt die Musik den Eurodance zugunsten von Rock und Pop. Trotzdem klingt alles nach BoBo und geht runter wie buntes Öl, auch wenn alles musikalisch eher angejahrt ist.

Aber gut. BoBo beglückt seit mittlerweile 30 Jahren die Welt mit seiner Musik. Und die ist nicht mehr und nicht weniger als Eurodance mitten aus den Herzen der Spaßgesellschaft, Eurodance also aus der Mitte der Neunzigerer, Eurodance so konsequent, als sei er eine Parodie auf Eurodance.

Nostalgie? Mehr. Nostalgie zeigen Haddaway, La Bouche und die Reste von Ace of Base, wenn sie mit der großen „We Love the 90s“-Show durch die Weltgeschichte tingeln. DJ BoBo zeigt auf der „KaleidoLuna“-Tour – seit Jahren schon auf seinen Touren - nicht einfach nur Musik und Tanz. Die Message gibt es schon vor dem Konzert: „Bitte begrüßen Sie Ihren Sitznachbarn“, und: „Love“, „Respect“, klar. Aber irgendwie sinnvoll und durchführbar, sei es nun wegen der bunten Lichter, der ständigen Plastikbeats oder der guten Laune und sympathischen Selbstironie des 51-Jährigen, wenn er von seinen ersten unverkäuflichen Platten erzählt, sie in die Kamera hält, meint: „Davon habe ich 1000 pressen lassen, 950 sind noch bei mir im Keller“. Jedenfalls ist das Konzert BoBos in der Tui-Arena mehr als Lieder, die nach Vergangenheit klingen. DJ BoBo, das ist eine Utopie, ein bonbonbuntes BoBoversum der Freundlichkeit und Fröhlichkeit, das sich nur durchtanzen lässt – wozu BoBo das Publikum auch immer anleitet.

Die Bühne in der Tui-Arena ist bunt und futuristisch

Nicht die Musik zählt hier. BoBo betreibt Worldbuilding mit spezifischem DJ-BoBo-Geschmack. Tatsächlich sind seine Kerzen Alben – seit etwa „Fantasy“ 2010 – eher Soundtracks für BoBos an technischen Neuheiten und beeindruckenden Bauten reichen Bühnenshows. Was auch der Grund sein mag, weshalb BoBo nicht mit den Eurodance-Kollegen von damals Nostalgieshows abliefert. Die „KaleidoLuna“-Bühne ist keine Ausnahme. Sie rotiert in immer neuen Iterationen bunt vor sich hin, klappt auf, baut sich selbst um, ist mal Raumschiff, mal futuristisches Maschinen-Ding, mal viktorianische Villa. Die Musik ist, klugerweise, nur Metronom des BoBoversums, das er auf seinen Touren präsentiert. Und da ist gar nichts staubig, gar nichts angejahrt. Nur inhaltlich ein wenig simpel, wenn man zu genau hinschaut. Aber wenigstens ist die Welt irgendwie in Ordnung.

Von Jan Fischer

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