Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Demo gegen Antisemitismus am Montag in Hannover
Nachrichten Hannover Demo gegen Antisemitismus am Montag in Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 25.05.2019
Am Kröpcke soll es am Montag eine große Solidaritätskundgebung gegen Antisemitismus geben. Quelle: dpa
Hannover

Das Bündnis „Gegen jeden Antisemitismus“ ruft für Montag zur einer Demonstration am Kröpcke in Hannover auf. Grund für den Protest ist die Attacke am vergangenen Wochenende auf das Haus eines jüdischen Ehepaars in Hemmingen. Dort hatten Unbekannte die Fußmatte angezündet und unter anderem die Eingangstür mit dem Wort „Jude“ beschmiert. „Der Anschlag markiert einen weiteren bitteren Höhepunkt der zunehmenden antisemitischen Gewalt in Niedersachsen“, schreibt Mitorganisatorin Monika Lemcke. „Heute wiederholen sich Taten, die wir eigentlich zur Geschichte zählen wollten.“

An der Solidaritätsaktion am Montag um 16 Uhr beteiligen sich Organisationen, Gruppen und Privatpersonen – unter anderem der Flüchtlingsrat Niedersachsen, Verdi, die Liberale Jüdische Gemeinde Hannover und Amnesty International. „Wir verurteilen die Geschehnisse in Hemmingen aufs Schärfste und fordern eine schnelle und lückenlose strafrechtliche Aufklärung des antisemitischen Anschlags“, sagt Lemcke. Sie fordert alle auf, „nicht zu schweigen, sondern aufzustehen“. Bereits am Donnerstag gab es in Hemmingen eine Mahnwache gegen Antisemitismus, daran nahmen rund 400 Menschen teil.

Anzeigen gegen israelfeindliche Wahlplakate

Neben dem Anschlag am vergangenen Sonnabend sorgte zuletzt ein Plakat der Partei Die Rechte mit israelfeindlichen Parolen für Schlagzeilen. Mindestens vier Anzeigen liegen der Staatsanwaltschaft bereits vor, darunter eine der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Auch die Stadtverwaltung schloss sich jüngst dem Vorhaben an und will die Partei ebenfalls anzeigen. Die Rechte hat die umstrittenen Plakate in der Innenstadt inzwischen ausgetauscht – gegen pro-palästinensische.

Lesen Sie auch:

Alltag einer Jüdin in Hannover: „Wenn ich die Synagoge verlasse, blicke ich mich vorsichtig um“

Von pah

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Hannover Die tägliche Hannover-Glosse - Lüttje Lage: Das Bangen vor dem roten Blitz

So lustig kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und bemerkenswerten Erlebnissen des Alltags. Heute: Das Bangen vor dem roten Blitz

25.05.2019

Rauschgifthändler verkaufen am helllichten Tag auf offener Straße Drogen, Anwohner fühlen sich von der Polizei allein gelassen. Unternehmen die Ermittler zu wenig gegen die Drogenszene in Hannover? Dirk Hallmann, Chef der Polizeistation Raschplatz, und Philip Weinmann, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes der Inspektion Ost, über den schwierigen Kampf gegen die Rauschgiftszene und kleine Erfolge im Alltag.

25.05.2019

Die Sanierung von 31 Schultoiletten startet schleppend. Mehr als ein Jahr nach dem Ratsbeschluss hat die Stadt erst ein einziges WC erneuert. Wenn es in dem Tempo weitergehe, dauere es länger als 30 Jahre, bis alles repariert ist, kritisiert die CDU.

25.05.2019