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17:28 24.07.2019
Für Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann wird ein Nachfolger gesucht. Quelle: Gerko Naumann
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Hannover

Wenn am 29. September Stadtsuperintendent Hans-Martin Heineman mit einem Gottesdienst in der Marktkirche und einem anschließenden Empfang der Stadt verabschiedet wird, läuft längst ein kniffliges und zeitraubendes Auswahlverfahren für einen Nachfolger. Trotzdem sei es das Ziel, möglichst noch in der ersten Hälfte des kommenden Jahres einen neuen Stadtsuperintendenten zu wählen, sagt die Vorsitzende des Wahlausschusses, Wencke Breyer.

Noch bis Ende Juli können sich Interessenten auf den Posten bewerben. Anschließend treffe das Landeskirchenamt eine Vorauswahl und suche drei Personen aus, erläutert Breyer. Die Vorschläge kommen direkt aus dem höchsten Entscheidungsgremium, dem Bischofsrat. Die Namen werden dann an den eigens für die Personalentscheidung gebildeten Wahlausschuss weitergeleitet.

Gespräche mit Interessenten geführt

„Ich habe mit einigen Interessenten Gespräche geführt, andere Personen habe ich auf die Stellenausschreibung angesprochen“, sagt Breyer. Wie viele Bewerbungen es auf den Posten gibt, kann sie nicht sagen. Gesucht wird laut Ausschreibung eine Persönlichkeit, die unter anderem „Menschen in verschiedensten Lebenssituationen für den Glauben und die sichtbare und unsichtbare Kirche“ begeistern kann. Und Breyer wünscht sich auch jemanden, der mit seinen Visionen zeige, wie die Kirche in Hannover sich zukunftsfähig aufstellen kann.

In den Wahlausschuss entsenden der Stadtkirchentag und der Stadtkirchenvorstand jeweils vier Mitglieder, zwei weitere Mitglieder kommen aus dem Kirchenvorstand der Marktkirchengemeinde, die dem Stadtsuperintendeten zugeordnet ist. Der Wahlausschuss sucht dann aus den Vorschlägen des Landeskirchenamtes zwei Kandidaten aus, die sich danach mit einer Predigt in Hannover vorstellen.

Auch die Stadt hat ein Vetorecht

Wenn der Stadtkirchentag einen neuen Stadtsuperintendenten gewählt hat, ist das Verfahren aber noch nicht zu Ende. Denn sowohl der Kirchenvorstand der Marktkirchengemeinde als auch die Stadt Hannover haben ein Vetorecht, sollten sie den Gewählten nicht für den geeigneten Kandidaten halten. „Dann muss der Wahlausschuss entscheiden, ob er das Veto annimmt“, erläutert Breyer.

Die Stadt hat deshalb ein Vetorecht, weil sie seit 1574 das Patronat, also eine Art Schirmherrschaft, über die Marktkirche ausübt. Übrigens hat der ehemalige Oberbürgermeister Stefan Schostok das Amt des Patrons trotz seines Rücktritts noch inne. Er sitzt weiterhin im Kirchenvorstand der Marktkirchengemeinde – und das soll bis zur Wahl eines neuen Oberbürgermeisters auch so bleiben, darauf haben sich der Marktkirchenvorstand und die Stadtspitze in Absprache mit Schostok geeinigt.

Kein Wahlverfahren bei der katholischen Kirche

Wie berichtet, verlässt fast zeitgleich der katholische Probst Martin Tenge seinen Posten um am 1. September Personalchef des Bistums in Hildesheim zu werden. Nachfolger wird Christian Wirz, der bislang Pfarrer in Gronau war. Ein öffentliches Auswahlverfahren hatte es in der katholischen Kirche nicht gegeben.

Von Mathias Klein

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