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Hannover Elfjährige gewinnt Publikumspreis
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00:16 31.07.2018
Spitzenmusik schon mit elf: Lea Jonscher (Violine) und Neringa Valuntonyte (Klavier) treten in der Kreuzkirche auf. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Die Konzertreihe „Klassik in der Altstadt“ ist an diesem Wochenende mit der Verleihung des Sparda-Bank-Publikumspreises zu Ende gegangen. Der erste mit 1500 Euro dotierte Platz ging an die elfjährige Geigerin Lea Jonscher aus Wolfsburg und die Pianistin Neringa Valuntonyte. Sie traten am Sonnabendnachmittag in der Kreuzkirche auf und spielten sich gleich ins Herz der Zuschauer. Valuntonyte (24) hat gerade ihr zweites Semester im Master-Studiengang an der Musikhochschule Hannover hinter sich, sie studiert bei Prof. Ewa Kupiec. Die Litauerin ist begeistert von ihrer jungen Partnerin: „Sie ist ein echtes Talent, und noch so jung, und ich bin schon so alt“, fügt sie augenzwinkernd hinzu. Viel gemeinsame Übung hätten sie nicht gebraucht: „Das ging ganz unkompliziert.“

Der zweite Publikumspreisüber 100 Euro wurde an die 24-jährige Sängerin Hannah Meyer verliehen, die kurzfristig für eine erkrankte Sängerin eingesprungen war. Die Mezzosopranistin war bei ihrem Auftritt vor dem Historischen Museum am Klavier von Vasilena Atanasova begleitet worden. Den dritten Preis gewannen Bogna Bernagiewicz (Sopran), Maria Rüssel (Mezzosopran) und Demian Ewig (Klavier) . Ihr Auftritt auf dem Marktplatz war von Polizeisirenen, Regenschauern und einem Demonstrationszug unterbrochen worden.

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Die Reihe „Klassik in der Altstadt“ gibt es bereits seit 18 Jahren. Nach Angaben von Organisatorin Ariane Jablonka sind in diesem Jahr rund 10.000 Zuschauer erreicht worden. Bei den Freiluftkonzerten und Kirchenauftritten gab es Posaunenensembles und Gesangsduos, Klavier- und Violinenkonzerte. Es traten ganz junge, aber auch schon erfahrene Studenten auf, und auch ein Kind, die erst elfjährige Lea. Jablonka lobt besonders die Flexibilität und Improvisationsgabe ihrer Künstler. „Manchmal habe ich erst ganz kurz vor Konzertbeginn erfahren, wer spielt und was gespielt wird.“

Von Saskia Döhner

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