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Hannover Pflaster in der Landwehrstraße wird wieder zum Streitthema
Nachrichten Hannover Pflaster in der Landwehrstraße wird wieder zum Streitthema
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00:24 01.07.2019
Derzeit werden in der Landwehrstraße neue Leitungen verlegt, anschließend wird die Oberfläche aber nur provisorisch verschlossen - bis zur endgültigen Erneuerung. Quelle: Michael Zgoll
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Döhren

Eine Anfrage der CDU-Fraktion im Bezirksrat Döhren-Wülfel, die Pflasterung der Landwehrstraße betreffend, hat eine Debatte wiederbelebt, die vor Jahren bereits abgeschlossen schien. Wie Bezirksratsfrau Ellen Maschke-Scheffler in der jüngsten Sitzung des Gremiums vortrug, würden derzeit in der Straße Leitungsarbeiten durchgeführt, doch entgegen früheren Beschlüssen des Gremiums habe die Baufirma die fertiggestellten Abschnitte nicht wieder mit dem alten Kopfsteinpflaster bestückt, sondern asphaltiert. Laut Stadtbezirksmanager Sven Berger handelt es sich dabei aber nur um eine provisorische Wiederherstellung. Werde die Landwehrstraße im Zuge des Programms „Grunderneuerung im Bestand“ (GiB) endgültig saniert, wolle die Stadt den Beschluss des Bezirksrats aus 2015 befolgen und die Pflastersteine wieder verlegen.

Doch diese Auskunft rief einen Anwohner aus der Landwehrstraße auf den Plan. Das Befahren des Kopfsteinpflasters von Autos verursache viel Lärm, Radfahrer würden wegen der Huckelpiste im südlichen Abschnitt der Landwehrstraße zu 90 Prozent auf den Fußweg ausweichen und dort mit Fußgängern in Konflikt geraten, auch eigne sich diese Trasse doch trefflich als Fahrradstraße. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Jakob verwies demgegenüber darauf, dass sich der Bezirksrat einst geeinigt habe, das historische Ortsbild von Döhren so weit wie möglich zu erhalten – und dazu zähle auch der Erhalt alter Pflasterungen. „In Italien wird auch viel Fahrrad auf Kopfsteinpflaster gefahren“, meinte die Christdemokratin.

Bezirksratsherr Manfred Milkereit von den Linken gab zu Protokoll, schon 2015 gegen das Kopfsteinpflaster in der Landwehrstraße opponiert zu haben, jedoch mit einem entsprechenden Antrag gescheitert zu sein. „Ich war damals noch nicht Mitglied im Bezirksrat Döhren-Wülfel und werde in die nächste Sitzung einen Antrag zu diesem Thema einbringen“, erklärte Björn-Christian Seela (FDP) und deutete damit seine Sympathien für eine Asphaltierung der Landwehrstraße an. Demgegenüber meinte der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Schade, dass eine ordnungs- und fachgerechte Verlegung des Kopfsteinpflasters Radfahrer doch zufriedenstellen könnte.

Schon 2015 waren die unterschiedlichen Interessen bezüglich des Straßenbelags in der Landwehrstraße deutlich zutage getreten. Die Verwaltung hatte für die Asphalt-Variante plädiert und den Sanierungsbedarf zwischen Abelmann- und Bernwardstraße mit 360.000 Euro beziffert. In diesem zur Debatte stehenden Abschnitt sei die Pflasterung eh schon unvollständig, zudem sei Asphalt geräuschärmer, radfahrerfreundlicher und wirtschaftlicher als die Verlegung von Naturstein-Großpflaster. Auch aus Gründen der Barrierefreiheit sei diese Variante zu bevorzugen.

Jede Straße ist anders

Zudem stellte die Verwaltung damals unter Beweis, dass sie differenzieren kann. In der Ziegelstraße halte man den vom Bezirksrat geforderten Erhalt eines historischen Stadtbildes aufgrund „der beidseitig durchgängigen historischen Bebauung“ für nachvollziehbar, hieß es in einer Drucksache, auch in der Borgentrickstraße wolle man dem Wunsch der Politiker nach einer Pflasterung gerne nachkommen.

In einem von der CDU formulierten Änderungsantrag hieß es dann aber, auch in der Landwehrstraße zwischen Abelmann- und Bernwardstraße müsse wieder das alte Kopfsteinpflaster zum Tragen kommen. Es präge den „Charme eines Straßenzuges“ und sei ein „historisch-ästhetisches Kulturgut“. Immerhin sei die Landwehrstraße die älteste Straße in Döhren, zudem sprächen auch Umweltaspekte wie eine bessere Versickerung des Regenwassers für die Erneuerung des Pflasters. Der Antrag wurde mit zehn Ja-Stimmen angenommen, sechs Bezirksratsmitglieder stimmten im Mai 2015 mit Nein.

Von Michael Zgoll

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