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Hannover Fahlbusch gibt Stiftungsvorsitz ab
Nachrichten Hannover Fahlbusch gibt Stiftungsvorsitz ab
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15:29 14.06.2019
Wachablösung: Reinhold Fahlbusch mit seinen Nachfolgern Gunda Pollok-Jabbi und Gerold Heppner (v.l.). Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Es war eine Stabübergabe mit Stil: Ein Streichertrio aus den Reihen der NDR-Radiophilharmonie spielte Stücke von Schubert und Beethoven, und eine Schar illustrer Gäste erwies dem scheidenden Stiftungsvorsteher im Leibniz-Saal der Neustädter Kirche die Ehre. Nach gut neun Jahren zieht sich Reinhold Fahlbusch aus dem Vorstand der Johann Jobst Wagenerschen Stiftung zurück, die bedürftigen Menschen Wohnraum bietet. Der 72-jährige zog zufrieden Bilanz: „Ich gehe gerne, weil ich die Stiftung gut aufgestellt in beste Hände geben kann.“

Die Wagenersche Stiftung ist eine Traditionseinrichtung: Im Jahr 1784 legte der tief gläubige Bäcker Johann Jobst Wagener den Grundstein für die Institution, die „Armen, Kranken, Rathlosen und Nothleidenden“ helfen sollte. Das schlossähnliche Stiftungsgebäude in der Calenberger Neustadt, das Bedürftigen heute erschwingliche Wohnungen bietet, wurde unter Fahlbuschs Ägide für 2,6 Millionen Euro modernisiert. Der frühere Bankmanager brachte die finanziell angeschlagene Stiftung zurück in ruhiges Fahrwasser und erforschte außerdem deren Geschichte.

Stiftung vorangebracht“

Verschiedene Laudatoren priesen das Engagement des scheidenden Vorstehers, der auch das Sozialkaufhaus Fairkauf aus der Taufe gehoben hat. Renate Mauritz vom Kuratorium der Stiftung würdigte den „unendlichen Schwung“ und den ansteckenden Enthusiasmus des umtriebigen Fahlbusch. Stiftungsanwalt Berthold von Knobelsdorff erinnerte in seiner launigen Rede daran, dass der praktizierende Katholik im Dienste von Nächstenliebe und Menschlichkeit durchaus auch als Nervensäge auftreten konnte: „Es ist gut, dass er genervt hat – er hat die Stiftung damit vorangebracht.“

Künftig leiten die Bezirksratsfrau Gunda Pollok-Jabbi und der frühere Banker Gerold Heppner deren Geschicke. „In der Stiftung habe ich mit Menschen zu tun, mit denen ich im Alltag bislang wenig Berührung hatte – für sie etwas zu tun ist eine reizvolle Herausforderung“, sagt der 63-jährige Heppner.

Fahlbusch, Sohn eines Maurers aus Linden, hat bereits neue Aufgaben gefunden: Er hat zwei kinderlose Familien bei der Gründung neuer Stiftungen unterstützt. Die Villa GanZ, ein Projekt des Ehepaars Werner Dicke und Kristina Osmers, stellt Menschen mit geringem Einkommen Wohnraum zur Verfügung, und die Stuckmann-Stiftung bekämpft Altersarmut unter Frauen. Außerdem engagiert sich Fahlbusch bei der Obdachlosenhilfe Hannover. Für die Lobreden zum Abschied bei der Wagenerschen Stiftung dankte er in Demut: „Ich bin sprachlos, was bei mir relativ selten ist“, sagt er. „Wenn nur die Hälfte stimmt, bin ich sehr zufrieden.“

Von Simon Benne

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