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Hannover Polizei nimmt Flüchtlingsrat ins Visier
Nachrichten Hannover Polizei nimmt Flüchtlingsrat ins Visier
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00:21 31.05.2019
Rund 300 Menschen hatten am Montag am Kröpcke gegen Antisemitismus demonstriert. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Der Flüchtlingsrat protestiert gegen das Vorgehen der Polizei bei der Demonstration gegen Antisemitismus am Montag. Als Vertreter des Flüchtlingsrates hatte Dündar Kelloglu bei der Kundgebung auf dem Kröpcke gesprochen. Dabei kritisierte er antisemitische Wahlplakate der Partei Die Rechte und forderte deren Entfernung. Daraufhin hatten Polizisten seine Personalien aufgenommen. „Statt gegen die volksverhetzenden Plakate vorzugehen, zieht es die Polizei vor, gegen den Flüchtlingsrat zu ermitteln“, moniert nun dessen Geschäftsführer Kai Weber.

Dass die Kundgebung gegen Antisemitismus ausgerechnet unter antisemitischen Plakaten stattfinden musste, sei beschämend, sagt Dündar Kelloglu. Der Anwalt legt jedoch Wert auf die Feststellung, er habe in seiner Rede nicht die Teilnehmer der Demonstration dazu aufgefordert, die Plakate auf eigene Faust zu entfernen, sondern „die Polizei und das Ordnungsamt der Landeshauptstadt Hannover“.

Ein Strafverfahren sei bislang nicht gegen Kelloglu eingeleitet worden, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Allerdings habe sich bei seiner Rede der „Verdacht einer Straftat“ ergeben – eben der Aufruf zum rechtswidrigen Entfernen der Plakate. Für ein mögliches Verfahren hätten die Kollegen seine Personalien aufgenommen, der Vorgang werde derzeit geprüft.

Von Simon Benne

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