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Hannover Hannover: Streik im Einzelhandel – aber Läden bleiben offen
Nachrichten Hannover Hannover: Streik im Einzelhandel – aber Läden bleiben offen
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00:15 10.06.2019
Vor Primark: Die Streikenden in der Innenstadt. Quelle: privat
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Hannover

Im Konflikt um die Bezahlung für Beschäftigte des Handels versucht die Gewerkschaft Verdi weiter, den Druck auf Arbeitgeber zu erhöhen. Am Freitag wurden mehrere Geschäfte in Hannover und Umland bestreikt: Mitarbeiter fehlten bei Karstadt und Karstadt-Sports sowie Primark, auch in beiden Ikea-Häuser in Großburgwedel und am hannoverschen Expo-Gelände hatten Beschäftigte die Arbeit niedergelegt. Die Geschäfte blieben aber trotz des Streiks geöffnet. Kaufhof, wo ein massiver Stellenabbau droht, und H&M waren dieses Mal nicht betroffen.

Auch an der Ikea-Filiale im Expo-Park zeigte eine kleine Delegation Flagge. Die Gewerkschaft Verdi will für die Beschäftigen im Handel eine Erhöhung von einem Euro pro Stunde durchsetzen und fordert darüber hinaus ein tarifliches Mindesteinkommen von 2100 Euro. Quelle: Moritz Frankenberg

Delegationen nach Braunschweig und Bremen

In Hannover gab es am Vormittag eine kleine Protestkundgebung vor Primark. Zudem waren Mitarbeiter von Ikea Großburgwedel zum Ikea-Haus im Expo-Park gefahren und hatten dort protestiert. Die Beschäftigten aus den beiden Karstadt-Häusern dagegen waren nach Braunschweig und Bremen gereist, um dort den Protest zu unterstützen.

Mit Trillerpfeifen auf den Kaufhof-Rolltreppen in Hannover

Bereits am Montag der Vorwoche hatte Verdi zum Streik aufgerufen. Da waren Beschäftigte des Einzelhandels zunächst lautstark durch die Stadt gezogen, dann hatten sie bei Kaufhof an der Marktkirche ein Trillerpfeifenkonzert auf allen Rolltreppen inszeniert. Hintergrund ist die Tarifauseinandersetzung im Handel. Die Gewerkschaft fordert pro Stunde einen Euro mehr für die Beschäftigten sowie einen Mindestlohn von 2100 Euro. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeber noch kein Angebot vorgelegt hätten.

Sorgen vor Stellenstreichung bei Karstadt und Kaufhof

Für zusätzlichen Ärger sorgt, dass im Zuge der Fusion von Karstadt und Kaufhof offenbar ein starker Stellenabbau geplant ist. Nach Gewerkschaftsangaben könnten fast 100 Stellen in den beiden hannoverschen Häusern betroffen sein.

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