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Hannover Outdoor-Kette Globetrotter öffnet Geschäft in Hannover
Nachrichten Hannover Outdoor-Kette Globetrotter öffnet Geschäft in Hannover
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12:24 03.06.2019
„Erstmals in einem Shopping-Center“: Globetrotter-Filialleiter Philipp Gramse vor dem neuen Geschäft auf zwei Etagen in der Ernst-August-Galerie. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

In der oberen Etage wird an Vogelhäusern gesägt und an Stöcken geschnitzt, unten shoppen Kunden zwischen Fjällräven-Rucksäcken und Stirnlampen das passende Material für den nächsten Abenteuerurlaub: Am Donnerstag hat die Outdoor-Kette Globetrotter ihr neuestes Geschäft in der Ernst-August-Galerie am Hauptbahnhof eröffnet. Für das Unternehmen eine Premiere: Sonst ist es eher auf großen Flächen am Stadtrand zu finden, jetzt drängt es in Innenstädte – und in Hannover erstmals in ein Shopping-Center.

Die Filiale biete bewusst ein reduziertes Sortiment, sagen Projektleiter Matti Heilmann und Filialchef Philipp Gramse. Das Hauptgeschäft in Köln entfaltet sein Sortiment auf 7300 Quadratmetern, in Hannover sind es etwa 1000, auf zwei Etagen verbunden über Fahrtreppen. Schwerpunkte seien bei Trekking, Hiking und Travel gesetzt worden, sagt Heilmann. Aber natürlich gebe es auch ein großes Angebot allgemeiner Outdoor-Artikel. Gut ein Dutzend Mitarbeiter soll viel Beratung bieten, die Hälfte davon fest angestellt.

In Hannover immer mehr von Outdoor-Geschäfte

Es ist nicht das erste Outdoor-Geschäft in Hannover. Lokaler Platzhirsch ist Bluesky auf der Straßenseite gegenüber, auch Camping Schrader befindet sich in direkter Nachbarlage, in der Altstadt wirtschaftet Sachen für unterwegs (SFU). Globetrotter, seit der Übernahme durch die Fenix-Holding des Fjällräven-Gründers Ake Nordin 2015 mit schwedischer Muttergesellschaft, setzt zum Beispiel auf eine große Werkstatt, in der die Kunden bei der Reparatur zusehen können. „Hochwertige Artikel zu reparieren gehört zu unserem Nachhaltigkeitskonzept“, sagt Projektleiter Heilmann. In der runden Clubhütte im Obergeschoss werden Bastelworkshops und Vorträge angeboten, einige Hausmarken gehören zum Sondersortiment, ansonsten gibt es Sonderaufbauten zum Ausprobieren von Bergsteigerschuhen oder Liegeflächen zum Schlafsacktest wie in anderen Outdoormärkten auch.

Ernst-August-Galerie vor dem Neustart

Die Neuansiedlung sei Teil der Neuerfindung der Ernst-August-Galerie, sagt Galeriemanager Martin Wimberger. Das Center ist im vergangenen Jahr zehn Jahre alt geworden, diverse Mietverträge sind ausgelaufen, mehrere Geschäfte stehen leer – doch allmählich füllt sich das Haus wieder. In der vergangenen Woche ist Eisspezialist Amorino neben dem Haupteingang eingezogen, der mit kunstvollen Blüteneisformen und dem Verzicht auf Farbstoffe wirbt. Auch auf den anderen Etagen wird viel gewerkelt –bald werde die Galerie wieder voll belegt sein, verspricht Wimberger.

Von Conrad von Meding