Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Gemeinde stellt Kita und Gemeindezentrum für 5,5 Millionen Euro vor
Nachrichten Hannover Gemeinde stellt Kita und Gemeindezentrum für 5,5 Millionen Euro vor
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:47 30.07.2019
Die neue Kita für rund 4 Millionen Euro umrandet die St.-Marien-Kirche. Quelle: Tim Schaarschmidt
Anzeige
Hainholz

Stolz zeigt Diakon und Baubegleiter Marc Jakobmeyer auf die beiden Neubauten am Rande der Fenskestraße. Nach zehn Jahren Planung wurden die Kita und das Gemeindehaus der Kirchengemeinde Hannover-Hainholz während einer Führung geladenen Gästen aus Kirche und Politik und danach der Öffentlichkeit präsentiert. „Es hat viele Rückschläge und Tiefs gegeben, vor allem bei der Finanzierung der Kita“, sagt Jakobmeyer. „Doch jetzt kann man die neuen Gebäude ansehen und anfühlen“, ergänzt er mit einem Lächeln. Nach der Grundsteinlegung im Oktober 2018, die die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hannover-Hainholz mit einem Gottesdienst auf der Baustelle feierte, wird die Kita am 1. August 2019 eröffnet. Das Gemeindehaus soll im Oktober 2019 bezugsfertig sein.

Kirche ist der Mittelpunkt

Helle Eingangsbereiche, bodentiefe Fenster und viel Holzoptik: Das rund 250 Quadratmeter große Gemeindezentrum und die rund 1000 Quadratmeter große Kita sind sehr ähnlich aufgebaut. „Die Kirche und der Kircheneingang sind der Mittelpunkt, daher wurden die großen Fenster auch Richtung Kirche positioniert“, erklärt der leitende Architekt Matthias Buchmeier vom Büro KSW Architekten + Stadtplaner aus der List. Die Kita sei zudem als einhüllende Mauer um die Kirche herum geplant worden. Zur Fenskestraße sind in beiden Neubauten die Nebenräume wie Sanitäranlagen und Bürobereiche untergebracht, die eine Deckenhöhe von rund drei Metern besitzen. Die großen, hellen Gruppenräume des Gemeindehauses und der Kita sind rund vier Meter hoch und lassen Blicke auf den Kirchplatz zu. „Die Höhenunterschiede der Räume wurden so gewählt, damit von der Fenskestraße aus die Kirche und der Kirchturm immer noch voll zur Geltung kommen“, erzählt Buchmeier bei der Führung.

Um rund zwei Drittel ist das neue multifunktionelle Gemeindehaus kleiner – vorher hatte die Gemeinde rund 600 Quadratmeter Platz. Diakon Jakobmeyer sieht das allerdings positiv: „Wir haben jetzt Barrierefreiheit und ein wunderschönes Gemeindehaus gewonnen.“ Das alte und zu große Gemeindehaus sei auch nicht mehr wirtschaftlich gewesen, teilt er mit. Der neue Gemeindesaal bildet das Herzstück des Neubaus: Er kann durch eine mobile Trennung in zwei Räume geteilt oder Teile zur Theaterbühne umgestaltet werden. „Er ist klein, aber fein“, meint der Architekt. Die rund 1,5 Millionen Euro würde die Hainhölzer Kirchengemeinde aus dem Verkauf der alten Kita und des ehemaligen Gemeindehauses finanzieren. In der ehemaligen Kita an der Hüttenstraße 24 sollen bezahlbare Wohnungen, im alten Gemeindehaus Mehrgenerationenwohnungen gemeinsam mit einem lokalen Partner entstehen.

Inklusive Kindergartenplätze

Lange Zeit war nicht klar, ob sich die Gemeinde eine zusätzliche Kita für rund 4 Millionen Euro leisten kann. „Ende 2015 haben wir leise darüber nachdenken müssen, keine Kindertagesstätte zu bauen“, verrät Baubegleiter Jakobmeyer. Doch nach unzähligen Gesprächen sei dafür 2016 eine Lösung gefunden worden: Ein Kredit in Höhe von 2,7 Millionen Euro bei der KfW-Bank, 700 000 Euro Krippenförderung von Land und Region, rund 550 000 Euro Städtebauförderung und geschätzte 50 000 Euro an Spendenmitteln und Stiftungsgeldern finanzieren die Kita. „Das Städtebaufördermittel in eine Kita fließen, so was gab es noch nie“, berichtet Jakobmeyer. Mit der neuen Kita nehmen zum 1. August 2019 erstmals zwei Krippengruppen á 15 Kindern den Betrieb auf. Auch das inklusive Kindergartenangebot ist von vier auf acht Plätze gestiegen. „Der Bedarf ist noch größer, als wir ihn abdecken können“, meint Susanne Herbers-Lindig, Leiterin der Kita.

Zukünftig werden 25 Kinder in einer nicht integrativen Gruppe und zweimal jeweils 18 Kinder in einer integrativen Gruppe in Hainholz betreut werden.

Von Laura Ebeling

Der ehemalige Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) in Hannover soll mit fünf Komplizen 10,2 Millionen Euro veruntreut haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen sie erhoben. Es sollen falsche Rechnungen erstellt und Millionenbeträge auf Schwarzkonten umgeleitet worden sein.

30.07.2019

Der politische Druck auf die Betreiber der Markthalle wächst. Die Mehrheit des Rates ist sich einig, dass es so nicht weitergehen kann und wünscht sich sowohl bauliche Veränderungen als auch Korrekturen beim Angebot.

30.07.2019

So lustig kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und bemerkenswerten Erlebnissen des Alltags. Heute: Zu viele Kalorien

30.07.2019