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Hannover Nach Klage von Anwohnerin: Kinder dürfen wieder auf dem Spielplatz kicken
Nachrichten Hannover Nach Klage von Anwohnerin: Kinder dürfen wieder auf dem Spielplatz kicken
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09:59 29.07.2019
Die Tore stehen wieder: Seit vergangener Woche ist der Fußballplatz an der Lange-Feld-Straße wieder nutzbar. Quelle: Katrin Kutter
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Kirchrode

Der Gerichtsstreit um den Spielplatz an der Lange-Feld-Straße zwischen einer Anwohnerin und der Stadt ist beigelegt. Seit vergangener Wochen stehen nun auch die Fußballtore wieder auf der Grünfläche gegenüber dem Vinzenzkrankenhaus in Kirchrode. „Wir sind froh, dass man sich geeinigt hat und die Kinder jetzt wieder Fußball spielen können“, sagt Hans-Helmut Kruse, der selbst direkt neben dem Spielplatz wohnt.

Anwohnerin klagt wegen nächtlichen Lärms

Aufgrund der Klage einer Nachbarin hatte die Stadt die Fußballtore im März abbauen lassen. Die Anwohnerin hatte die Stadtverwaltung verklagt, weil sie es nicht länger hinnehmen wollte, dass das Areal an der Lange-Feld-Straße nach 20 Uhr von jungen Erwachsenen genutzt wird, die dort Musik hören, Alkohol trinken und Fußball spielen. Sie sah die Stadt in der Pflicht, gegen den Missbrauch des Platzes vorzugehen.

Beide Parteien einigten sich schließlich auf einen Vergleich, wie Stadtsprecher Dennis Dix auf Anfrage bestätigte. Der Fußballplatz wurde verkleinert und um rund zehn Meter verlagert. Dadurch soll der Platz für ältere Spieler nicht mehr so attraktiv sein. Auch der Eingang an der Sulzbachstraße wurde um rund 30 Meter nach Westen versetzt. Vor dem Haus der Anwohnerin hat die Stadt zudem hohe Büsche als natürlichen Lärmschutz gepflanzt. Neue Schilder an allen Eingängen des Spielplatzes weisen außerdem auf die Zeiten hin, in denen das Gelände genutzt werden darf.

„Kinder sind mal laut“

Warum seine Nachbarin vor Gericht gezogen ist, kann Kruse nicht nachvollziehen. „Das sind Kinder, die sind mal laut“, sagt der 81-Jährige, der selbst gern mit seinen Enkeln den in seinen Augen schönsten Spielplatz des Stadtbezirks besucht. Weil der Platz von Kindern sehr gut angenommen werde, hatte sich Kruse mit anderen Nachbarn bereits im vergangenen Jahr dafür eingesetzt, dass die Fläche nicht als Standort für die geplante neue Grundschule im Stadtbezirk herhalten muss. 1300 Unterschriften sammelten die Anwohner für ihr Anliegen. Doch Stadtsprecher Dix kann beruhigen: „An diesem Standort plant die Verwaltung keinen Grundschulstandort.“

Lesen Sie auch: Bezirksrat verschiebt Standortbeschluss für neue Grundschule

Von Johanna Stein

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