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Nachrichten Hannover Knabenchor Hannover soll in die Neustädter Kirche ziehen
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18:00 31.08.2019
„Gute Zusammenarbeit“: Der Knabenchor unter der Leitung von Jörg Breiding bei einem Adventskonzert mit der Neustädter Kirche. Foto: Franson Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Er zählt zu Hannovers kulturellen Aushängeschildern – und doch könnte der renommierte Knabenchor bald auf der Straße stehen. Sein bisheriges Quartier in der Meterstraße muss er innerhalb der nächsten drei Jahre räumen, die Grundschulräume werden abgerissen. Jetzt zeichnet sich jedoch eine mögliche Lösung ab: Nach Informationen der HAZ ist die Neustädter Kirche als neues Domizil des Knabenchors im Gespräch.

„Der Knabenchor ist eine der wichtigen Kulturinstitutionen der Stadt - wir fühlen uns als Kirche für ihn mitverantwortlich“, sagt Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. „Ich würde es begrüßen, wenn der Knabenchor an einem Kirchort ansässig würde.“

Gemeindemitglieder fürchten Entwidmung

Dass dafür die Neustädter Kirche anvisiert sei, will Heinemann weder bestätigen noch dementieren. Allerdings stelle sich bei allen City-Kirchen immer wieder die Frage, wie sie ihr Profil angesichts kleiner werdender Gemeinden gestalten könnten. Die Neustädter Kirche werde schon jetzt multifunktional genutzt. Tatsächlich ist die Barockkirche in der Calenberger Neustadt bereits heute oft Ort von Konzerten und Kulturveranstaltungen. Unter anderem nutzt die Musikhochschule im Rahmen eines Kooperationsvertrages die prächtigen Orgeln dort.

„Wir stehen bei der Suche noch am Anfang“, betont der Vorsitzende des Knabenchor-Trägervereins Burkhart Guntau. Allerdings wäre eine zentrale Lage des Quartiers wünschenswert, sagt der frühere Präsident des Landeskirchenamtes. Auf die Neustädter Kirche träfe dies zu.

Mitglieder der Gemeinde fürchten mittlerweile, dass ihre Kirche entwidmet und zum reinen Chorzentrum umgebaut werden könnte. Stadtsuperintendent Heinemann weist dies jedoch entschieden zurück: „Eine Profanierung der Neustädter Kirche steht überhaupt nicht zur Debatte“, versichert er. „Es ist nicht daran gedacht, sie als Gemeindekirche aufzugeben.“ Schließlich sei auch die Christuskirche bei ihrem Umbau vor fünf Jahren als Kirche erhalten worden. Diese firmiert seit 2014 zugleich als Internationales Kinder- und Jugendchorzentrum, ist aber vor allem Sitz des Mädchenchors. Für einen zweiten Großchor wären die Räume dort auch zu beengt.

„Positive Grundeinstellung“

Vor einem Umzug des Knabenchors in die Neustädter Kirche stehen allerdings noch viele offene Fragen: Neben einem Saal bräuchte der Chor auch Büros, Räume für Einzelstimmbildung und Probenräume. Ob der derzeitige Leibniz-Saal im hinteren Kirchenschiff dafür geeignet ist, erscheint unklar. „Man müsste jede Kirche baulich ertüchtigen, um sie für den Chor nutzen zu können“, sagt Heinemann. Zudem müssten Gemeinde und Chor sich auch finanziell einig werden. Gegen den Willen des Kirchenvorstands wäre die Einquartierung des Chores nicht durchzusetzen.

„Bislang ist bei unserem Kirchenvorstand noch keine offizielle Anfrage eingegangen“, sagt Pastorin Martina Trauschke. In der Vergangenheit habe die Gemeinde aber gerne mit dem Knabenchor zusammengearbeitet: „Da gibt es eine positive Grundeinstellung.“

Von Simon Benne

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