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Hannover Grüne Ideen: Leibnizufer soll autofreie Spielwiese werden
Nachrichten Hannover Grüne Ideen: Leibnizufer soll autofreie Spielwiese werden
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18:01 31.03.2019
Melanie Botzki (l.) nimmt von den Grünen-Politikern Daniel Gardemin und Gisela Witte die Grünen Ideen für die Kulturhauptstadt-Bewerbung 2025 entgegen. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Geht es nach den Wünschen der Grünen in Hannover, dann soll das Leibnizufer im Rahmen der Kulturhauptstadt-Bewerbung zur autofreien Spielwiese werden. „Wenn dort nur Blech entlangfährt, hat das nichts mit Lebensqualität zu tun“, sagte Gisela Witte, Vorsitzende der Grünen in Hannover, am Sonntag auf dem Küchengartenplatz. Während des Stadtteilfestes „Blaues Wunder“ übergab sie zusammen mit dem kulturpolitischen Sprecher der Grünen, Daniel Gardemin, ihre sogenannten Grünen Ideen an Melanie Botzki, Leiterin des Teams Kulturhauptstadt.

Agora nennen die beiden Politiker ihr Vorhaben, im antiken Griechenland war dies ein zentraler Versammlungsort. Zu dem soll das rund 50.000 Quadratmeter große Areal des Leibnizufers 2025 werden, sollte Hannover den Zuschlag als Kulturhauptstadt bekommen. „Die jetzigen bis zu acht Fahrspuren zerschneiden die Stadt“, sagte Gardemin. Das Ufer sei ein historischer Ort zwischen Innenstadt und Calenberger Neustadt. Eine ähnliche Agora wünschen sich die Grünen auch rund um das Ihme-Zentrum. „Das wäre am Ende eine schöne Achse“, sagte Witte. Sie hofft, dass die eingereichten Ideen zu weiteren Diskussionen anregen.

Gemüsegarten, Musikzelt, Fußgängerbrücke

Am Kulturhauptstadt-Kiosk konnten Besucher am Sonntag bereits erste Wünsche äußern – und sie taten es. Darunter waren ein Gemüsegarten, ein Musikzelt, eine Fußgängerbrücke zum Leineufer und die Leinewelle. Laut Gardemin gelte es, „die Jury zu überzeugen, dass die Kulturhauptstadt mitten in Hannover spielen soll“. Einen namhaften Fürsprecher haben die Grünen in Harald Welzer gefunden, gebürtiger Hannoveraner und Direktor des Center for Transformation Design an der Europa-Universität Flensburg: „Das Leibnizufer als Ort der Begegnung kann genau die Kraft entfalten, die eine Stadt wie Hannover weit nach vorne bringt“, wird er in den Grünen Ideen zitiert. „Man muss utopisch denken, um realistisch zu sein.“

Auf dem Stadtteilfest "Blaues Wunder" in Linden konnten Besucher ihre ersten Wünsche für ein autofreies Leibnizufer äußern. Quelle: Peer Hellerling

Melanie Botzki befürwortet die Überlegungen: „Das sind Ideen, die Hand und Fuß haben“, sagte sie am Sonntag. Sie seien zudem schon an anderer Stelle diskutiert worden. Das Büro sei derzeit dabei, sogenannte Think Tanks einzurichten, die die weiteren Ideen für die Bewerbung ausarbeiten sollen. Die ersten Leuchtturmprojekte sollen Anfang Juni vorgestellt werden, „die jetzigen Ideen werden sicher darin einfließen“, sagte Botzki. Die endgültige Bewerbungsmappe muss Ende September bei der Jury eingereicht werden.

Von Peer Hellerling

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