Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Hunderte Gäste gedenken SPD-Mann Kuhn
Nachrichten Hannover Hunderte Gäste gedenken SPD-Mann Kuhn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:18 10.02.2019
Etliche Besucher haben sich zur Gedenkfeier für Egon Kuhn im Freizeitheim Linden eingefunden. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Anzeige
Hannover

Ein streitbarer Geist, ein Netzwerker, jemand, der überzeugen konnte – das sind nur einige der vielen Eigenschaften, die Egon Kuhn zugesprochen werden. Der kürzlich verstorbene SPD-Mann gilt nicht nur als politisch prägende Figur für den Stadtbezirk Linden-Limmer, sondern auch für die hannoversche Sozialdemokratie. „Ohne ihn wäre die SPD nicht so, wie sie ist“, sagt Hannovers SPD-Chef Alptekin Kirci. Da überrascht es kaum, dass zur Gedenkfeier am Sonntag im Freizeitheim Linden mehrere Hundert Besucher gekommen sind. So viele, dass im großen Saal kein Platz mehr frei bleibt, und im benachbarten Raum eine Videoleinwand aufgebaut werden muss.

Freizeitheim soll nach Egon Kuhn benannt werden

In vielen Reden, aufgelockert durch Lieder und Musik, erinnern Weggefährten an Kuhns Leben und Wirken. Zu den prominenten Gästen gehören unter anderem die ehemalige Bundesministerin Edelgard Bulmahn, Hannovers ehemaliger Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg, die Bundestagsabgeordneten Yasmin Fahimi und Kerstin Tack sowie OB Stefan Schostok. „Kuhns wichtigste Devise war: Es kommt darauf an zu handeln und die Welt ein bisschen besser zu machen“, sagt Bulmahn, die ihn Mitte der siebziger Jahre kennengelernt hat. Damals leitete Kuhn bereits das Freizeitheim Linden. Später gründete er eine Senioren-Akademie, die er noch lange nach seiner Pensionierung führte. Jetzt setzt sich eine Initiative dafür ein, das Freizeitheim Linden nach Egon Kuhn zu benennen.

Anzeige

Kuhn hatte ein klares Weltbild und sprudelte vor Energie“, erzählt der ehemalige niedersächsische Umweltminister Wolfgang Jüttner. Vielen Genossen habe er Orientierung gegeben. „Im Stadtteil hinterließ er eine breite Spur“, sagt Jüttner. Das bestätigt auch Bezirksbürgermeister Rainer Grube. „Kuhn war noch bis ins hohe Alter sehr gut über die Stadtteilpolitik informiert“, sagt er.

Von Andreas Schinkel

Anzeige