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Hannover DRK schafft Wohnformen für Senioren mit besonderer Betreuung
Nachrichten Hannover DRK schafft Wohnformen für Senioren mit besonderer Betreuung
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00:16 29.04.2019
Das Neubaugebiet Listholzer Uferblicke. Quelle: Daniel Boedeker
List

Das DRK schafft inder List neue Senioren-Wohnformen mit Betreuungskonzepten. Die DRK-Pflegedienste in der Region Hannover werden im Neubaugebiet Listholzer Uferblicke, Lilli-Friedemann-Ring 3-5, sieben barrierefreie Senioren-Wohnungen und zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften einrichten und vermieten. Die entstandenen Konzepte eignen sich für Menschen mit und ohne Pflegebedarf als alternative Wohnformen. Frühester Einzugstermin für die Wohnungen direkt am Mittellandkanal ist für Juni 2019 geplant.

„Der Wunsch, selbstbestimmt und sicher zu leben, begleitet Menschen durch das ganze Leben. Im Alter und bei einem Pflegebedarf sind individuell abgestimmte Bedingungen erforderlich, um diesen Bedürfnissen Raum und Gestaltungsmöglichkeiten zu geben“, sagt Oda Heißler, die gemeinsam mit Regina Lukerenko Ansprechpartnerin beim DRK für das Quartier Listholzer Uferblicke ist.

Bei den zwei ambulant betreuten Wohngemeinschaften hat jeder Bewohner ein eigenes Apartment und teilt sich mit den anderen Mietern die Gemeinschaftsbereiche wie Küche, Speise- und Wohnzimmer. „Jeder hat seine Privatsphäre und lebt trotzdem in Gemeinschaft. Alle bringen sich aktiv nach den individuellen Möglichkeiten in den Lebensalltag ein“, erläutert Heißler das Konzept. In der Wohngemeinschaft ist eine Präsenzkraft für die Unterstützungen im Alltag rund um die Uhr anwesend. Das Angebot richtet sich an Menschen ab Pflegegrad 2.

Alternativ zu den Wohngemeinschaften wird es am Wasser das ServiceWohnen geben: Es richtet sich an Senioren, die selbständig und unabhängig in ihren vier Wänden leben und dennoch Sicherheit und Gemeinschaft wünschen. Die sieben barrierefreien Wohnungen mit Wohn- und Küchenbereich, Schlafzimmer, modernem Duschbad und Balkon werden mit den eigenen Möbeln eingerichtet. Im verbindlichen Servicevertrag sind die DRK-Leistungen beschrieben, zu denen auch eine 24-Stunden-Erreichbarkeit gehört. Die Mieter beider Wohnformen können den Wellness- und Ruhebereich im Haus nutzen.

Die DRK-Sozialstation List wird ebenfalls in das Gebäude mit einziehen, sodass die Pflege- und Betreuungskräfte direkt vor Ort sind. An die Sozialstation angebunden ist eine Begegnungsstätte. „Sie ist das Zentrum der Kommunikation im Quartier Listholzer Uferblicke. Für die Mieter des ServiceWohnens und der beiden ambulant betreuten Wohngemeinschaften ist sie das erweiterte Wohnzimmer“, so DRK-Geschäftsführer Mario Damitz. Der Raum mit Blick auf den Mittellandkanal kann für gemeinsame Aktionen und private Feiern genutzt werden. In der Begegnungsstätte können öffentliche Veranstaltungen stattfinden oder eigene Ideen der Anwohner, wie beispielsweise Vorträge oder Ausstellungen, umgesetzt werden.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei der DRK-Quartierskoordinatorin Oda Heißler und der Leitung der DRK-Ambulanten Wohngemeinschaften Regina Lukerenko unter Telefon 0511 3671-340 oder per E-Mail an ambulante-wohngemeinschaften@drk-hannover.de

Kommentar: Mut zum neuen Wohnen

Die gute Nachricht: Die Menschen werden immer älter. Die zweite gute Nachricht: Auch die Wohnformen für Senioren werden immer individueller und passen sich an die Bedürfnisse der älteren Generation an. Wer nicht mit seinem Lebenspartner oder in der Familie seinen Lebensabend verbringen kann, auf den warten immer mehr Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Wohnen im Alter. Neben Pflegeeinrichtungen mit mehr oder weniger Betreuung sind Wohngemeinschaften oder Mehrgenerationenhäuser eine nachgefragte Alternative.

Aber auch im Bereich des betreuten Wohnens gibt es stetig neue Wohnformen und Angebote. Das DRK plant jetzt ein besonderes Seniorenwohnen – zudem mit Blick aufs Wasser. Die Menschen können sich ambulant versorgen lassen in barrierefreien Räumen, dazu wird eine Wohngemeinschaft mit individueller Unterstützung angeboten. Und das alles in einem Umfeld, das von moderner Architektur und altersübergreifender Nachbarschaft geprägt ist. Das fördert nicht nur das selbstbestimmte Leben im Alter sondern auch das Miteinander im Viertel.

Es wäre wünschenswert, dass solche Angebote Schule machten. Und dass mehr Senioren sich frühzeitig trauten, das gewohnte Zuhause zugunsten einer altersgerechten Wohnform zu verlassen – im eigenen Interesse.

Von Susanna Bauch

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