Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Wie sicher ist der Schutzstreifen für Radfahrer?
Nachrichten Hannover Wie sicher ist der Schutzstreifen für Radfahrer?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 30.07.2019
Der Schutzstreifen im Kurvenbereich der Hannoverschen Straße ist schmal. Quelle: Bernd Haase
Anzeige
Misburg

Der Stadtbezirksrat hat mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken einen Antrag der Grünen beschlossen, wonach Fahrradfahrer auf einem 200 Meter langen Abschnitt der Hannoverschen Straße in beiden Richtungen in der Mitte der Fahrbahn fahren sollen. Die Befürworter sehen darin einen Beitrag zu mehr Sicherheit, die Kritiker aus den Reihen der CDU das exakte Gegenteil.

Schutzstreifen ist zu schmal

Auf der Hannoverschen Straße gibt es zu beiden Seiten einen schmalen Schutzstreifen für Fahrradfahrer. „Für Fahrradfahrer ist das im Bereich der lang gezogenen Kurve zwischen Forstkamp und Heinrichstraße gefährlich“, argumentieren die Grünen. Autofahrer würden dazu verleitet, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand von 1,50 Metern beim Überholen von Radlern zu unterschreiten. Es sei auch so, dass die Fahrbahn durch eine durchgezogene Mittellinie geteilt ist und Autofahrer deshalb nicht auf die Gegenfahrbahn ausweichen könnten.

Konsequenz für die Grünen, denen auch SPD und Linke gefolgt sind: Die Schutzstreifen sollen in diesem Abschnitt in die Fahrbahnmitte verschwenkt, auf jeweils 1,50 Meter verbreitert und rot markiert werden. Um die Fahrradfahrer zu schützen, sollen die beim Schwenk in die Mitte und wieder zurück Vorfahrt haben. Weiterer Teil des Pakets ist ein Tempolimit von 30 Kilometern in der Stunde.

„So etwas gibt es in ganz Hannover nicht“

CDU-Politiker sprachen davon, dass Radfahrer den Autofahrern beim Schwenken vor die Stoßstangen geleitet werden. „So etwas gibt es in ganz Hannover nicht, deshalb können Autofahrer mit dieser Situation gar nicht rechnen“, sagte Hannes Amelung. Klaus Tegeder (SPD) hielt dem entgegen, das Verschwenken von Fahrradspuren sei in Süddeutschland üblich und habe sich bewährt.

Eberhard Röhrig-van der Meer, Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Hannover, kann dem Vorgehen der Bezirksratsmehrheit durchaus etwas abgewinnen. „Es ist gut, dass es eine Initiative gibt, die die Sicherheit verbessern will. Man muss dafür auch einmal ungewöhnliche Wege gehen“, sagt er.

Die Stadtverwaltung muss nun prüfen, ob der Antrag umzusetzen ist, wozu sie gemäß der Regularien vier Monate Zeit hat. Die CDU hat unterdessen angekündigt, mit einem eigenen Vorschlag für mehr Sicherheit auf der Hannoverschen Straße aufwarten zu wollen.

Von Bernd Haase

Die Polizei Hannover sucht einen Autofahrer, der am Wochenende mit seinem Wagen eine Rollstuhlfahrern angefahren und verletzt haben soll. Anstatt zu helfen setzte der Mann seine Fahrt einfach fort. Ein zufällig vorbeikommender Fußgänger half der 45-Jährigen nach dem Unfall.

30.07.2019

Der Konzertsommer in Hannover füllt nicht nur Stadien, sondern auch die Hotels. Der Höhepunkt: die beiden Auftritte von Superstar Ed Sheeran am bevorstehenden Wochenende. Dann wird es besonders voll in der Stadt – denn hinzu kommen das Maschseefest und das erste 96-Heimspiel.

30.07.2019

Am 1. August 2019 soll die Kita, das Gemeindehaus im Oktober 2019 bezogen werden: Nach der Grundsteinlegung im Oktober 2018 stellte die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hannover-Hainholz ihre zwei Neubauten bei einer Führung vor.

30.07.2019