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Hannover Bezirksrat lädt 100 Gäste zum Frühjahrsempfang
Nachrichten Hannover Bezirksrat lädt 100 Gäste zum Frühjahrsempfang
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13:48 23.03.2019
Der stellvertretende Bezirksbürgermeister Wilfried Engelke (v.li.), Bezirksbürgermeisterin Cornelia Kupsch und Oberbürgermeister Stefan Schostok empfangen ihre Gäste im Mosaiksaal des Rathauses. Quelle: Andreas Schinkel
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Hannover

Pläne für mehr Sauberkeit in der City, ein neues Sicherheitskonzept und strengere Regeln für Straßenmusiker – alle weitreichenden Ideen für Hannovers Zentrum müssen zunächst dem Bezirksrat Mitte vorgelegt werden. Daher nimmt das Gremium unter den 13 Bezirksräten Hannovers eine hervorgehobene Stellung ein. „Alle wichtigen Themen werden hier behandelt“, sagt Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) am Sonnabend beim traditionellen Frühjahrsempfang des Bezirksrats im Rathaus. Berühmt seien die ehrenamtlichen Bezirksratsleute für ihre langen Sitzungen, die manchmal bis Mitternacht dauern. „Das ist sogar in anderen Städten bekannt“, sagt Schostok.

Obdachlosen-Band spiel Rockmusik

Rund 100 geladene Gäste sind zum Empfang in den Mosaiksaal gekommen. Zu den Besuchern zählen Hannovers SPD-Chef und Landtagsabgeordneter Alptekin Kirci, Propst Martin Tenge, Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes und der Direktor des Historischen Museums Thomas Schwark. Musikalisch begleitet wird der Empfang von einer Band des Obdachlosenwohnheims in der Büttnerstraße, die gleich zu Beginn druckvolle Rockmusik spielt. „Ich habe mir gedacht, das tue ich den Gästen mal an“, sagt Bezirksrbürgermeisterin Cornelia Kupsch (CDU) verschmitzt.

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Verleihung des Bürgerpreises entfällt

Eigentlich sollte beim Frühjahrsempfang auch der alljährliche Bürgerpreis an wohltätige Organisationen im Stadtbezirk verliehen werden. Doch der Bezirksrat hat die Preisvergabe verschoben, obwohl bereits zwei Initiativen, die sich um Obdachlose kümmern, auserkoren wurden. Eine der beiden Organisationen wird verdächtigt, Verbindungen zu rechtsradikalen Gruppen zu unterhalten. Dieser Verdacht hat sich nach internen Recherchen der Stadtverwaltung offenbar bestätigt. Angeblich seien Spenden von einer rechtsradikalen Hooligan-Gruppe an die Initiative geflossen. Jetzt will der Bezirksrat noch einmal über die Preisvergabe entscheiden. Abzusehen ist, dass der Bürgerpreis nur an eine der beiden Obdachlosen-Hilfen verliehen wird.

Von Andreas Schinkel