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00:17 26.05.2019
Gesellig beisammen: Zum Nachbarschaftstag 2017 trafen sich diese Anwohner am Kiosk Am Spielfelde in Linden. Quelle: Archiv
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Gemeinsames Essen, gute Unterhaltungen und neue Nachbarn kennenlernen – das macht den Europäischen Nachbarschaftstag aus. Am morgigen 24. Mai findet der diesjährige Nachbarschaftstag zum 13. Mal in Hannover statt. Erstmals wurde 1999 in Paris ein „Fest der Nachbarn“ gefeiert, vier Jahre später wurde aus dieser Keimzelle der Europäische Nachbarschaftstag entwickelt. Seitdem kommen Millionen Menschen einmal im Jahr in kleinen Gruppen zusammen, um nachbarschaftliche Solidarität und Geselligkeit zu feiern. In Hannover wird das Fest vom Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung der Stadt in Kooperation mit der Hanova, Gesellschaft für Bauen und Wohnen Hannover mbH, koordiniert. Im vergangenen Jahr haben sich 30 Millionen Menschen in 49 Ländern an dem Fest beteiligt, inzwischen wird es auch außerhalb Europas gefeiert. Die Stadt Hannover beteiligt sich seit 2007 an der Aktion, 2018 wurde der Tag in 24 Stadtteilen mit insgesamt 44 Aktivitäten gefeiert – morgen werden es 46 sein.

Drei Veranstaltungen können dafür stehen, wie vielfältig die Idee des Nachbarschaftstags umgesetzt werden kann. So lädt in der Calenberger Neustadt die Propsteikirche St. Clemens, an der Basilika 2, von 12 bis 14 Uhr zu einer gemeinsamen Mittagspause ein. Eigenes Essen kann mitgebracht und geteilt werden, Getränke sowie Sitzmöglichkeiten stellt die Propsteikirche St. Clemens. Spannende Zusammentreffen und Gespräche werden von Musik begleitet.

Zum gemeinschaftlichen Fastenbrechen sind alle Frauen in die Dunantstraße 5a in Vahrenheide eingeladen. Die Teilnahme am sogenannten Iftar-Essen ist kostenlos, für das gemeinsame Abendessen soll selbst gemachtes Essen aus heimatlicher Küche mitgebracht werden. Das nachbarschaftliche Frauen-Fastenbrechen beginnt um 21.25 Uhr, Einlass ist ab 20.30 Uhr.

Der Integrationsbeirat Kirchrode-Bemerode-Wülferode lädt ab 19 Uhr zur „Nacht der Begegnung“ auf den Thie am Kronsberg ein. Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sind zu Gesprächen und Begegnungen eingeladen. Für ein gemeinsames Fastenbrechen werden unterschiedliche Gerichte vorbereitet, die Veranstaltung ist kostenlos.

Informationen zu allen Veranstaltungen gibt es auf www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Bürgerbeteiligung-Engagement/Europäischer-Nachbarschaftstag.

Kommentar: Argwöhnische Blicke vom Balkon

Anders als auf dem Dorf ist in der Stadt das Verhältnis von Anwohnern meist kühler und anonymer. Dabei bekommt man durch neugierige Blicke vom eigenen Balkon in das Wohnzimmer des Nachbarn, der zwei Stockwerke tiefer im Haus schräg gegenüber wohnt, doch einiges mit: Fernsehgewohnheiten, Essenszeiten und manchmal auch Dinge, bei denen man sich wünscht, der Nachbar hätte zuvor den Vorhang doch besser zugezogen.

Dennoch reicht es für ein kurzes „Hallo“, wie auf dem Dorf, trotzdem selten, wenn man sich mal über den Weg läuft. Dabei stiften doch die Freuden und Probleme, die das gemeinsame Kiezleben mit sich bringen, Gemeinsamkeiten.

Wenn am Freitag zum 13. Mal auch in Hannover der Europäische Nachbarschaftstag gefeiert wird, gibt es einen dankbaren Anlass, sich darüber auszutauschen: dass die Zahl der Falschparker in der Nachbarschaft seit längerer Zeit zunimmt. Oder dass der neue Asia-Bringdienst um die Ecke auch Spezialitäten aus Bella Italia kredenzt.

Und vielleicht lässt sich aus diesem Event etwas für die Europawahl am Sonntag mitnehmen: dass wir nicht nur unseren Nachbarn von gegenüber, sondern in ganz Europa öfter ein nettes „Hallo“ auf Augenhöhe zuwerfen sollten – statt Blicke von oben.

Von Amelie Rook

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