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Hannover Nachts sollen mehr S-Bahnen und Regionalzüge fahren
Nachrichten Hannover Nachts sollen mehr S-Bahnen und Regionalzüge fahren
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17:48 14.02.2019
Die Region plant den Einsatz zusätzlicher S-Bahnen – vor allem im Nachtverkehr. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Die für den öffentlichen Nahverkehr zuständige Region Hannover will vom kommenden Jahr an mehr Züge einsetzen. Es geht ihr dabei vor allem darum, auf stark frequentierten Strecken die Kapazitäten zu erhöhen, wobei der Fokus auf dem Nachtverkehr liegt. Tagsüber sind die Gleise im Raum Hannover ohnehin fast komplett ausgelastet. Der Verkehrsausschuss der Regionsversammlung hat die Pläne gestern einstimmig befürwortet. Jetzt muss die Netztochter der Bahn prüfen, wie sie umsetzbar sind.

Nachtverkehr nach Minden und zum Flughafen

Seit drei Jahren unternehmen Region und Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) Anstrengungen, den nächtlichen Zugverkehr zu verbessern. Vom nächsten Fahrplanwechsel an soll davon auch Minden profitieren. S-Bahnen der Linie 1 fahren den Plänen zufolge in den Wochenendnächten zwischen 0 und 4 Uhr im Stundentakt zwischen Hannover und der Stadt in Westfalen.

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Auch auf zwei weiteren S-Bahn-Strecken dürften bald zusätzliche Züge rollen. Das betrifft die Linie 5 im nördlichen Abschnitt zwischen Hannover und dem Flughafen, auf der die tägliche Lücke zwischen 1.30 Uhr und 3.30 Uhr geschlossen werden soll. Die Begründung dafür liegt unter anderem in dem Umstand, dass am Flughafen in Langenhagen auch nachts Maschinen starten und landen dürfen. An Wochentagen wollen Region und LNVG auf der Linie 3 zwischen Lehrte und Hildesheim zwischen 8 Uhr und 22 Uhr stündlich einen zusätzlichen Zug auf die Strecke bringen.

Verbesserungen Richtung Braunschweig und Bremen

Auch auf der Strecke zwischen Hannover und Braunschweig hapert es noch, und zwar vor allem an Sonn- und Feiertagen. Abhilfe versprechen acht weitere Züge je Richtung im Zeitraum zwischen 13 und 22 Uhr. Wer in den Wochenendnächten von Hannover nach Bremen oder umgekehrt fahren will, kann dies bald im Zweistundentakt tun.

Zwischen Hannover und Bad Harzburg hätte eigentlich schon längst ein zusätzliches tägliches Zugpaar in den späten Abendstunden unterwegs sein sollen. Entsprechende Pläne ließen sich bisher wegen Personalmangels bei der Netztochter der Bahn nicht realisieren, teilt die Region mit. Jetzt soll es 2020 soweit sein. Sonnabends soll von Hannover aus gegen 5 Uhr ein weiterer Frühzug zum Harz fahren.

Über Uelzen nach Hamburg

Seit geraumer Zeit laufen Anstrengungen, die nächtlichen Wochenendverbindungen zwischen Hannover und Hamburg zu verbessern. Damit geht es weiter. In den Nächten sollen zusätzliche Züge zwischen der niedersächsischen Landeshauptstadt und Uelzen angeboten werden, wo es Weiterfahrtmöglichkeiten in die Hansestadt gibt. Dadurch ensteht laut Region je Fahrtrichtung ein nächtlicher Drei-Stunden-Takt im Regionalverkehr zwischen den beiden Großstädten.

Von Bernd Haase