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Hannover Misburger Mergelgrube erhält Auszeichnung
Nachrichten Hannover Misburger Mergelgrube erhält Auszeichnung
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00:30 19.04.2018
Den besten Blick über die Grube genießen Besucher der Aussichtsplattform. Quelle: HAZ
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Hannover

 In der Misburger Mergelgrube sind durch Kartierungen etwa 180 Pflanzenarten nachgewiesen worden, darunter mehrere geschützte Orchideen, Knabenkraut, Echter Sumpfwurz sowie die sehr seltenen Armleuchteralgen. Uhus, Eisvögel, Molche und Libellen finden dort ebenfalls ein Habitat. Die Vereinten Nationen würdigen das ehemalige Gebiet jetzt als „Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“.

Die öffentliche Auszeichnung wird am Mittwoch um 15 Uhr im Bereich der Aussichtskanzel an der Erika-Pfingsten-Straße durch Hannovers Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette und Prof. Hansjörg Küster vom Institut für Geobotanik der Leibniz Universität vorgenommen. Im Anschluss bietet Küster gegen 15.30 Uhr eine Führung an. Anmeldungen sind nicht erforderlich, wohl aber sollten Interessierte festes Schuhwerk tragen. Das Gelände ist nicht barrierefrei.

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In der Grube mit dem Kürzelnamen HPC 1 wurde bis 1970 der für die Zementherstellung benötigte Kalkmergel abgebaut. Die Pumpen, die das Eindringen von Grundwasser verhindern, laufen seitdem aber weiter. Deshalb und als Folge von ständigen Pflegemaßnahmen auf der Grubensohle konnte ein einzigartiger Lebensraum entstehen, der als Fauna-Flora-Habitat- und als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Aus Sicherheitsgründen ist die Grube nicht allgemein geöffnet, sondern nur bei Führungen wie derjenigen am Mittwoch zu erkunden.

Von Bernd Haase