Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Hannover Hannover: Online-Anmeldung für Kitas startet holprig
Nachrichten Hannover Hannover: Online-Anmeldung für Kitas startet holprig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 03.01.2019
Das Zentrale Anmeldeverfahren für Kitaplätze soll im Januar 2019 starten. Stadtweit gilt das aber nur für städtische Kitas. Das sorgt für Ärger. Quelle: dpa
Hannover

Nach jahrelangen Verzögerungen soll das Zentrale Anmeldeverfahren für Kitaplätze der Stadt Hannover im Laufe dieses Monats ans Netz gehen. Das bestätigte die Verwaltung auf HAZ-Anfrage. Die Pilotphase bleibt allerdings nicht wie ursprünglich geplant auf die Betreuungseinrichtungen im Stadtbezirk Döhren-Wülfel beschränkt. Stattdessen soll die Online-Anmeldung nach Angaben der Verwaltung zeitgleich noch im Januar stadtweit mit allen städtischen Betreuungseinrichtungen starten. Außerhalb des Pilotbezirks Döhren-Wülfel bleiben alle anderen Träger außen vor, also Kirchen, Wohlfahrtsverbände, Elterninitiativen.

Eine Folge der überraschenden Ausweitung: Alle Eltern müssen ihre bereits getätigte Anmeldung noch einmal erneuern, wenn sie ihre Kinder bereits bei irgendeiner städtischen Kita oder im Pilotbezirk Döhren-Wülfel auch bei anderen Trägern angemeldet haben. Ein weiteres Problem: Eltern im Pilotbezirk müssen damit rechnen, dass ein Teil der Kitaplätze längst vergeben ist, wenn sie ihre Suche über die neue Online-Anmeldebörse beginnen.

Rita Schmidt, Kitaleiterin der Wülfeler Matthäikirchengemeinde, sagt: „Ich habe meine ganz normale Warteliste mit Kindern, die zum Teil seit Jahren auf einen Platz warten. Die werde ich natürlich zuerst abarbeiten.“ Auch im Döhrener Kinderhaus St. Petri oder in der Kita „Kreuz und Quer“bekommt man Ähnliches zu hören. Bei der Stadt heißt es trocken, die städtischen Einrichtungen begännen im Frühjahr mit der Platzvergabe für das folgende Kitajahr.

Bei Verbänden und Politik stößt der geänderte Start auf harsche Kritik. Bei einem Arbeitstreffen mit freien Trägern sei eine Gleichbehandlung aller Kita-Träger gefordert und von der Stadt zugesagt worden, heißt es vonseiten der Kinderladen-Initiative, dem Dachverband aller Elterninitiativen Hannovers. Mit dem neuen Vorgehen benachteilige man alle anderen Träger. Mit 170 Einrichtungen und rund 4000 Plätzen sind die Elternvereine ein größerer Anbieter von Betreuungsplätzen als die Stadt selbst, die 48 Einrichtungen und rund 3800 Plätze bietet. Verabredet gewesen sei, die Onlinebörse in einem Pilotprojekt in Döhren-Wülfel bis zum Sommer durchzuspielen und dann für alle zu starten, sagt Lars Pohl, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Es mache wenig Sinn stadtweit mit nur einem Träger zu beginnen. Schwer zu vermitteln sei auch, dass Eltern sich nun zweimal anmelden müssten. Die Stadt könne ihre Anmeldungen ja schließlich auch selbst eingeben. Kritik kommt zudem vom jugendpolitischen Sprecher der SPD, Christopher Finck. Zwar sei es gut, dass es jetzt losgehe. Sinn der Onlinebörse sei es aber, die Anmeldung einfacher, transparenter, zu machen, statt zu verkomplizieren. Das sehe er beim aktuellen Verfahren nicht.

Die Stadt argumentiert, mit dem zweigleisigen Vorgehen sei ein Träger in der Startphase mit allen Einrichtungen vertreten. Die städtischen Kitas böten sich aufgrund der engen, organisatorischen Anbindung an. Geplant sei, dass alle anderen Einrichtungen stadtweit in einem sukzessiven „Rollout“ ans Netz gingen. Dieses „Rollout“ setze aber voraus, dass „die Endanwender“ in den Einrichtungen Schulungen durchlaufen hätten. Darauf, wann dies passiere, habe die Stadt keinen Einfluss.

Von Jutta Rinas

Risse an einem Haus in Seelhorst – es geht um 29.000 Euro Schadensersatz. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Gärtnerei wurde ein Blindgänger gefunden, was zu einer Evakuierung von 7800 Anliegern führte.

03.01.2019

Zum Jahresausklang Prosecco in der Markthalle – Auflagen der Stadt haben Besuchern und Standbetreibern die Party in diesem Jahr verhagelt. Einige Wirte wollen die nun am Sonnabend nachholen.

02.01.2019

Einst kamen Tausende Besucher zu Veranstaltungen auf der Radrennbahn Anderten – heute ist diese fast vergessen. Der Hobbyhistoriker Lorenz Kurz hat jetzt ihre Geschichte erforscht.

05.01.2019