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Hannover Gesprengte Ticketautomaten: Polizei hat noch keine Spur
Nachrichten Hannover Gesprengte Ticketautomaten: Polizei hat noch keine Spur
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00:21 28.01.2019
Die Täter sprengten unter anderem einen Üstra-Automaten an der Haltestelle Altwarmbüchen-Zentrum. Quelle: Üstra
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Hannover

Räuber haben seit den Weihnachtsfeiertagen bereits acht Ticketautomaten im Raum Hannover gesprengt, um an das Bargeld im Inneren der Maschinen zu gelangen. In sechs Fällen traf es die Üstra, in zwei weiteren war die Deutsche Bahn betroffen. Alle Taten eint: Sie wurden stets nachts im Umland und in den Randbezirken der Landeshauptstadt verübt. „Wir gehen vereinzelten Hinweisen nach“, sagt Polizeisprecherin Antje Heilmann auf HAZ-Anfrage. Konkrete Angaben zu den möglichen Tätern waren aber offenbar noch nicht dabei. Gleichzeitig haben die Ermittler aber alle Attacken gebündelt, „um Zusammenhänge zu prüfen“, sagt Heilmann.

Zuerst sprengten die Unbekannten am Zweiten Weihnachtsfeiertag einen Fahrscheinautomaten am Bahnhof Sehnde, in der Silvesternacht wurde ein Gerät an der Stadtbahnhaltestelle Rethen-Nord zerstört. Zwischen dem 10. und 15. Januar griffen die Täter Ticketautomaten an der Schaumburgstraße in Herrenhausen, am Safariweg (Badenstedt) und am Bahnhof Ronnenberg sowie an der Stadtbahnhaltestelle Altwarmbüchen-Zentrum in Isernhagen an. Die bislang letzten Sprengungen ereigneten sich am Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. Januar, an den Stadtbahnhaltestellen Wissenschaftspark Marienwerder sowie Karl-Wiechert-Allee.

Üstra besitzt 290 Ticketautomaten

Rund 30.000 Euro kostet ein Ticketautomat, die meisten sind vermutlich nicht mehr zu reparieren. Angesichts der Vielzahl an Attacken kommt die Üstra daher langsam in Schwierigkeiten, was den Ersatz der Geräte angeht. „Die Zahl der zerstörten Automaten übersteigt unsere Reserve“, sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek nach den jüngsten Sprengungen in Marienwerder und Kleefeld. Mit Ersatz sei erst im Februar zu rechnen. Das Unternehmen werde zudem seine Sicherheitsvorkehrungen erhöhen, Details nannte Iwannek aber nicht. Die Üstra besitzt 290 Fahrscheinautomaten.

Von pah

Knapp vier Wochen, nachdem ein 21-Jähriger mit seinem Auto den Flugverkehr am Flughafen Hannover lahm gelegt hat, können die Ermittler die Hintergründe der Tat weiterhin nicht erhellen. Der mutmaßliche Täter wird in der Untersuchungshaft von einem Psychiater begutachtet.

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