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Hannover Reisebusse: Polizei und Zoll decken Fahrzeugmängel und Verstöße auf
Nachrichten Hannover Reisebusse: Polizei und Zoll decken Fahrzeugmängel und Verstöße auf
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11:32 26.11.2018
Polizei und Zoll kontrollieren am Busbahnhof auch die Fahrer der Reisebusse. Quelle: Manuel Behrens
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Hannover

Grobe Fahrzeugmängel, Verstöße gegen die Einhaltung der Lenkzeiten, fehlende Arbeitspapiere und unversteuerter Tabak: Die Polizei und der Zoll haben am Freitagvormittag am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Hannover 15 innerdeutsche sowie zwei bulgarische Reisebusse und ein Fahrzeug aus Estland kontrolliert. Dabei wurden an insgesamt sieben Bussen erhebliche Sicherheitsmängel beanstandet und bei 23 Fahrern grobe Verstöße gegen die Einhaltung der Sozial- und Personenbeförderungsvorschriften aufgedeckt. Bei der Aktion zur Überwachung des gewerblichen innerdeutschen und grenzüberschreitenden Fernreisebusverkehrs überprüften die Sicherheitskräfte zwischen 9 und 14.30 Uhr insgesamt 18 Busse und 23 Fahrer.

Bei ihren Kontrollen stellten die Beamten 23 Verstöße gegen die Sozialvorschriften fest. In 16 Fällen wurden die Busse ohne eine erforderliche Fahrerkarte betrieben, drei Fahrer hatten die notwendigen Ruhezeiten oder Fahrtunterbrechungen nicht eingehalten. Jeweils zwei Busse wurden zu lange oder ohne erforderliche Arbeitsnachweise gefahren. Außerdem beanstandeten die Beamten in zwei Fällen eine defekte Fahrzeugbeleuchtung sowie fehlende Ausrüstungsgegenstände An einem deutschen Reisebus musste auf Anweisung ein beschädigter Reifen gewechselt werden. In einem estnischen Reisebus wurden rund 250 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak gefunden und anschließend beschlagnahmt. Gegen die beiden Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und vor der Weiterfahrt 7 000 Euro Nachversteuerung einkassiert.

Von Ingo Rodriguez