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Hannover Schon 516 Anrufe von Trickbetrügern in diesem Jahr
Nachrichten Hannover Schon 516 Anrufe von Trickbetrügern in diesem Jahr
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16:53 17.01.2019
Trickbetrüger geben sich am Telefon oft als Polizisten aus und sagen, die Angerufenen müssten ihr Erspartes vor angeblichen Einbrechern in Sicherheit bringen. Quelle: Uwe Dillenberg (Archiv)
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Hannover

Die Polizei Hannover hat vom 1. bis 15. Januar dieses Jahres bereits 516 Anrufe von Trickbetrügern registriert. Allein am 9. Januar sei es laut Behördensprecher Philipp Hasse zu mehr als 70 Fällen gekommen. Der Schaden ist immens: In den ersten 15 Tagen erbeuteten die Trickbetrüger, die sich als Polizisten ausgeben, rund 230.000 Euro. Die Dunkelziffer könnte sogar noch höher ausfallen, da nicht jeder Fall angezeigt werde. „Die Täter sind rund um die Uhr aktiv, auch abends und an Wochenenden“, sagt Hasse.

Der bislang größte Coup gelang den Trickbetrügern am 14. Januar, als sie einen Rentner aus der Calenberger Neustadt überredeten, seine Wertsachen aus einem Bankschließfach zu holen. Die Anrufer gaukelten ihrem Opfer vor, der Schatz sei dort nicht mehr sicher. Deshalb wolle die Polizei die Wertsachen in Sicherheit aufbewahren. Nachdem der ältere Mann das Schließfach geleert hatte, entrissen die Täter dem Mann vor dessen Wohnhaus das Geld und Goldmünzen im Gesamtwert von 120.000 Euro.

Nummer aus dem Telefonbuch streichen

Laut Hasse nimmt das Leerräumen von Schließfächern „immer mehr zu“. Dadurch umgehen die Trickbetrüger skeptische Bankangestellte, denen das Abheben von hohen Geldbeträgen suspekt vorkommt. Die Polizei rät, dass man seine Daten aus dem Telefonbuch streichen lässt. „Zumindest den Vornamen“, sagt Hasse. Unter anderem daran orientieren sich die Täter, um möglichst ältere Menschen anzurufen. Allerdings greifen die Trickbetrüger mitunter auch auf alte Telefonbuchexemplare zurück, in denen die Daten noch vollständig zu sehen sind. Hasse: „Einen vollkommenen Schutz gibt es nur, wenn man sich eine neue Nummer zulegt und diese dann nicht im Telefonbuch erscheint.“

In Kiel muss sich derzeit ein 26-Jähriger aus Langenhagen vor dem Landgericht verantworten, weil er Teil einer Trickbetrügerbande gewesen sein soll. Die Anklage wirft dem Mann bandenmäßigen Betrug vor. Er soll als Mittelsmann agiert haben und von Hannover aus Geldabholer für zwei Taten in Kiel engagiert haben. Dadurch soll die Bande insgesamt 200.000 Euro erbeutet haben. Weil sich die beiden Komplizen mit wenigen Hundert Euro ungerecht bezahlt fühlten, ging wenig später ein anonymer Hinweis auf den 26-Jährigen bei der Polizei ein.

Von pah

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