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Hannover Eskalierte Polizei-Weihnachtsfeier: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
Nachrichten Hannover Eskalierte Polizei-Weihnachtsfeier: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
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00:16 16.04.2019
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hinsichtlich der Weihnachtsfeier bei der Zentralen Polizeidirektion Hannover sind ergebnislos eingestellt worden. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Die staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen hinsichtlich der eskalierten Weihnachtsfeier 2018 bei der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) in Hannover sind ohne Ergebnis beendet worden. „Die Ermittlungen wurden eingestellt“, teilt Kathrin Söfker, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, auf Anfrage der HAZ mit. Seit Dezember prüften die Strafverfolger Vorwürfe von fahrlässiger Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung. „Es konnte allerdings kein Täter ausfindig gemacht werden“, sagt Söfker.

Die völlig aus dem Ruder gelaufene ZPD-Weihnachtsfeier auf dem Gelände der Behörde an der Tannenbergallee hatte Mitte Dezember bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Unter anderem wurden während der Party zwei Geldkassetten mit mehreren Hundert Euro gestohlen. Außerdem erlitt eine junge Beamtin eine Kopfplatzwunde, nachdem sie von einer Bierflasche getroffen wurde. Darüber hinaus brachen Unbekannte den Außenspiegel vom Auto des Discjockeys ab. In einem internen Aushang bei der ZPD hatten die Organisatoren der Weihnachtsfeier schwere Vorwürfe gegen die Feiernden erhoben. Sie drohten auch damit, aus den Vorfällen Konsequenzen für 2019 zu ziehen.

Interne Ermittlungen noch nicht abgeschlossen

Und tatsächlich: Innerhalb der ZPD sind die Ermittlungen zur eskalierten Weihnachtsfeier noch nicht abgeschlossen. „Arbeits- und dienstrechtliche Maßnahmen laufen noch“, sagt Sprecher Christian Wenzel. Die Untersuchungen richten sich gegen insgesamt drei Angestellte und Beamte. Unter anderem prüft die Behörde das Fehlverhalten bei den Partyteilnehmern, die gegen ein Festzelt uriniert beziehungsweise sich Kochsalzlösung verabreicht hatten, um mehr trinken zu können. „Gleichzeitig machen wir uns Gedanken darüber, wie die Rahmenbedingungen der diesjährigen Weihnachtsfeier aussehen“, sagt Wenzel. Denkbar seien eine Sperrstunde oder ein generelles Alkoholverbot.

Von Peer Hellerling

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