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Hannover Wo können die Schätze der Stadt lagern?
Nachrichten Hannover Wo können die Schätze der Stadt lagern?
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00:18 29.04.2019
Umzug geplant: Bislang ist das Stadtarchiv in einem unscheinbaren Bau in der Straße Am Bokemahle nahe der Sallstraße untergebracht. Quelle: Villegas
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Hannover

Mit einer europaweiten Ausschreibung will die Stadt nach einer Immobilie suchen – die maximal vier Kilometer vom Rathaus entfernt liegen darf. In dem Magazin, das rund 25 000 Quadratmeter umfassen soll, soll das Stadtarchiv sein neues Domizil finden – ebenso wie Schätze aus Museen und städtischem Kunstbesitz sowie Bestände der Stadtbibliothek.

„Seit Jahren ist bekannt, dass die Kultureinrichtungen einen erheblichen Bedarf an Fläche haben“, sagt Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf. Insbesondere am geplanten Umzug des Stadtarchivs, das bislang zentrumsnah in einem unscheinbaren Haus in der Südstadt untergebracht ist, hatte es bereits massive Kritik gegeben. „Am derzeitigen Standort ist jedoch keine Erweiterung möglich“, sagt Beckedorf.

Kritik am Umzug

Die Ausschreibung umreißt jetzt detailliert, welche Anforderungen die gesuchte Riesenimmobilie haben muss, die die Stadt anmieten will: Das Magazin, das neben riesigen Stellflächen auch Büros mit rund 50 Arbeitsplätzen sowie Werkstätten und Besucherräume des Stadtarchivs umfassen soll, darf höchstens 200 Meter von der nächsten Stadtbahnhaltestelle entfernt sein, es muss über eine gute Verkehrsanbindung und genügend Parkplätze verfügen.

„Kulturgut braucht zudem besondere klimatische Verhältnisse“, sagt Jeannette Leinenweber, Leiterin des städtischen Gebäudemanagements. Daher benötige das Magazin Klimaschleusen ebenso wie Anlieferzonen für Lastwagen und eine mit Transportern befahrbare Halle. Zudem soll es ein Foyer für Besucherverkehr und elektronische Zugangskontrollen haben. Spezielle Löschanlagen müssen ohne Schaum oder Wasser funktionieren, die Decken müssen besonders tragfähig sein.

Die Vorgaben klingen bereits sehr konkret; nach Informationen der HAZ hat die Stadt hat die Stadt ein Areal im Gewerbegebiet am Rand von Linden-Mitte im Visier, das gerade noch innerhalb des vorgegebenen Vier-Kilometer-Radius liegt. „Wir haben bereits eine Markterkundung vorgenommen“, sagt Leinenweber. „Wir gehen davon aus, dass wir mehrere Angebote bekommen.“ Bis zum Sommer soll ein Ergebnis vorliegen.

Von Simon Benne

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