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Hannover Sturmböen decken großen Teil von Dach eines Wohnblockes ab
Nachrichten Hannover Sturmböen decken großen Teil von Dach eines Wohnblockes ab
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17:55 07.03.2019
An der Kolenfelder Straße in Wunstorf haben Sturmböen das gesamte Dach einer Mehrfamilienhaus-Anlage abgedeckt. Quelle: Christian Elsner
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Wunstorf

Starke Sturmböen haben am Donnerstagvormittag an der Kolenfelder Straße das Flachdach einer mehrteiligen Wohnanlage zu einem großen Teil abgerissen. Nach Angaben der Feuerwehr haben wurde das es gegen 11.30 Uhr an der Unterseite erfasst und auf einer Fläche von rund 300 bis 400 Quadratmetern abgerissen, etwa ein Drittel der ganzen Dachfläche. Teile der Dachpappe hingen anschließend lose vor der vierstöckigen Frontfassade über einem Hauseingang. Stellenweise wurden Dachteile bis zu 50 Meter weit in die Umgebung geschleudert. Verletzt wurde aber niemand.

Auf dem Dach des Wohnblocks am Ortsausgang in Richtung Kolenfeld war nach der Alarmierung zunächst ein Team der Feuerwehr mit Absturzsicherung im Einsatz, um lose Dachteile kontrolliert zu entfernen oder mit Sandsäcken zu befestigen. So sollte das Herumwirbeln weiterer Bauteile verhindert werden. Gegen Mittag waren insgesamt 40 Feuerwehrleute aus Luthe und Wunstorf im Einsatz, die zum großen Teil mit der Drehleiter nach und nach weitere Sandsäcke auf das Dach brachten.

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Dachdecker schneiden hängendes Teil an Dachkante ab

Nachdem die Feuerwehr das an der Fassade herunterhängende Dach so provisorisch gesichert hatte, übernahmen dann die Dachdecker und leisteten ganze Arbeit. Sie schnitten das etwa vier Tonnen schwere hängende Teil an der Dachkante ab. Ohne Schäden an der Fassade anzurichten stürzte das Dach kontrolliert ab. Für die Dachdecker gab es anschließend Beifall der Feuerwehrleute.

So sieht das beschädigte Dach von oben aus. Quelle: Feuerwehr Wunstorf

Mitglieder der Berufsfeuerwehr Hannover waren ebenfalls an der Einsatzstelle. Zunächst gab es die Überlegung, mit einem Kran der Berufsfeuerwehr das Dach zu bergen, aber die Einsatzleitung rückte von dieser Idee ab. Die freiwilligen Feuerwehren konnten ihren Einsatz um 15.45 Uhr beenden. Sie hatten sechs Fahrzeuge eingesetzt und die Dachdecker unter anderem noch mit ihrer Drehleiter unterstützt. Zur Höhe des entstandenen Schadens wollte die Feuerwehr zunächst noch keine Schätzung abgeben.

Rund um den Wohnblock waren Straßen und Gehwege von der Polizei abgesperrt worden, auch die Kolenfelder Straße. Am späten Nachmittag war diese aber zumindest stadteinwärts wieder zu befahren, während etwa 10 Dachdecker noch am Dach arbeiteten. So war noch offen, wann die ganze Straße wieder frei sein würde.

Der abgetrennte Rest des Dachs fällt nach unten. Quelle: Albert Tugendheim

Von Ingo Rodriguez, Albert Tugendheim und Sven Sokoll