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Hannover Stadtteil muss länger auf den Brunnen warten
Nachrichten Hannover Stadtteil muss länger auf den Brunnen warten
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08:56 27.07.2019
Vor einem Jahr wurde die Brunnenschale demontiert. Quelle: Clemens Heidrich
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Südstadt

Die Südstädter müssen weiter auf den beliebten Treffpunkt für Eltern und Eisesser warten. Die Sanierungsarbeiten am Constructa-Brunnen vor der Ladenzeile zwischen Hildesheimer- und Krausenstraße dauern voraussichtlich noch bis zum Spätsommer.

Daher „muss davon ausgegangen werden, dass der Constructa-Brunnen in diesem Jahr leider nur noch eine recht kurze Betriebszeit haben kann“, sagt Stadtsprecherin Anja Menge. Denn im Oktober endet in Hannover bereits die Brunnensaison. Als Begründung für die Verzögerung nennt Menge „einen erhöhten Restaurationsaufwand der Brunnenschale in Kombination mit erschwerten Auftragsbedingungen durch die angespannte Situation im Bausektor.“

Bezirksbürgermeister verspricht Eis für alle Kinder

Zuletzt hatte Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne Ende vergangenen Monats im Bezirksrat Südstadt-Bult das Wiederaufstellen des Brunnens eingefordert. Er erinnerte daran, dass die Stadt sich im Zeitverzug befinde. Pollähne erinnerte daran, dass er versprochen hat, allen Kindern ein Eis zu spendieren, wenn das Wasser wieder fließt.

Eigentlich sollte der Brunnen schon in diesem Frühjahr wieder sprudeln. Im Juli vergangenen Jahres hatte die Stadt die gußeiserne Riesenschale abnehmen lassen. Ein Unternehmen aus Regensburg in Bayern hatte die Ausschreibung gewonnen. Zudem musste der defekte Abfluss des Brunnens repariert werden. Die Stadt hat für die Arbeiten insgesamt 60.000 Euro eingeplant. Vor der Demontage hatte der Brunnen bereits eineinhalb Jahre nicht gesprudelt.

Brunnen war immer wieder außer Betrieb

Für das 1962 fertiggestellte Kunstwerk ist es nicht die erste Zwangspause. Bereits in der Vergangenheit war der Brunnen immer wieder zeitweise außer Betrieb. Vor etwa vier Jahren wurden die aufgesetzten Zierblumen, aus denen das Wasser in die Metalschale läuft, aufwendig erneuert. Auch davor gab es mehrfach Aussetzer. Im Jahr 2016 sprudelte der nach dem umliegenden denkmalgeschützten Bauensemble benannte Constructa-Brunnen zum letzten Mal.

Der Constructa-Brunnen wurde im Jahr 1962 aufgestellt. Er wurde vom Künstler Konstantin Gutschow gestaltet. Die Emailleblüten, aus deren Mitte normalerweise das Wasser plätschert, stammen von Theodor Blume. Der Brunnen trennt den Wildermuthweg vom Verkehr auf der Hildesheimer Straße.

Kommentar: Stadt sollte das Eis ausgeben

Es ist verständlich, dass sich Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne aufregt. Und er gibt auch den Ärger der Bürger weiter, für die der Brunnen ein netter Treffpunkt an Sommerabenden war, zum Beispiel für Eltern mit ihren Kindern. Mit einem Eiscafé nebenan. Mit dem beliebten Treffpunkt ist es seit Jahren vorbei, denn wer hat schon Lust, sich an einer Baustelle zu treffen?

Dass die Reparatur der Brunnenschale nun Monate länger dauern wird, ist möglicherweise nicht so sehr die Schuld der Stadt. Aber die Verwaltung hatte schon zuvor den Brunnen einfach links liegen lassen, entweder weil sie dessen Bedeutung für die Bürger verkannt hat oder weil sie sich die nicht ganz preiswerte Reparatur sparen wollte.

Pollähne hatte schon vor Längerem versprochen, am Eröffnungstag jedem Kind eine Kugel Eis auszugeben, aus Freude über die Wiederinbetriebnahme. Im Moment sieht es so aus, als könnte es für ein Eis schon zu kalt sein, wenn der Brunnen fertig wird. Und eigentlich ist das auch nicht Pollähnes Aufgabe, eigentlich müsste die Stadt Eis ausgeben.

Von Mathias Klein

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