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Hannover Hündin mitgeschleift: Üstra beteiligt sich an Arztkosten für Tammy
Nachrichten Hannover Hündin mitgeschleift: Üstra beteiligt sich an Arztkosten für Tammy
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13:40 12.07.2019
Die siebenjährige Tammy (l., mit Emma) wurde bei dem Unfall Ende Mai schwer verletzt. Quelle: privat
Hannover

Die Üstra hat ihre Ankündigung wahr gemacht und beteiligt sich an den Behandlungskosten für Golden-Retriever-Weibchen Tammy. Die Hündin war Ende Mai von einer Stadtbahn mitgeschleift und schwer verletzt worden. Die Leine hatte sich in einer der Türen verfangen. Tammy musste operiert werden und mehrere Tage in der Tierklinik verbringen. Die Kosten für ihre Genesung belaufen sich mittlerweile auf mehr als 3000 Euro.

Laut Hundehalterin Michaela H. überweist die Üstra 1000 Euro auf das Konto der Familie. Ursprünglich hatte sie gehofft, das Unternehmen übernimmt die ganzen Behandlungskosten. „Aber ich bin trotzdem froh“, sagt H., „sie hätten ja auch gar nichts zahlen müssen.“ Sie wolle es jetzt dabei belassen und hofft, dass es ihrer Hündin bald wieder richtig gut geht: „Das Fell ist schon wieder nachgewachsen, Tammy humpelt allerdings noch etwas.“

Tammy wurde 100 Meter mitgeschleift

H.s Tochter Anna Lena wollte am 23. Mai mit einer Freundin an der Stadionbrücke in eine Stadtbahn einsteigen, sie hatten drei Hunde dabei. Doch als die 15-Jährige mit Tammy an der Tür waren, gab diese einen Warnton von sich und schloss sich – die Hündin machte daraufhin einen Satz nach hinten. Während Anna Lena in der anfahrenden Bahn stand, war das Golden-Retriever-Weibchen noch draußen. Die Hündin wurde 100 Meter mitgeschleift, erst dann riss die Leine. Anna Lena zog zwar die Notbremse, doch die Bahn fuhr noch bis zur nächsten Station weiter.

Tammy erholt sich langsam von dem schweren Unfall. Das Fell ist schon wieder nachgewachsen, die Hündin humpelt aber noch. Quelle: privat

Laut Üstra fungiert der Hebel allerdings nur in den ersten Sekunden als tatsächlicher Notstopp. Während der Fahrt liege es im Ermessen des Fahrers, auf offener Strecke anzuhalten. Vor allem im Tunnelbereich, aber auch auf anderen Trassen, werde aus Sicherheitsgründen die nächste Station angefahren. Auch in Tammys Fall habe der Stadtbahnfahrer per Durchsage mitgeteilt, bis zum Fischerhof weiterzufahren, sagte ein Unternehmenssprecher damals. Im Rückspiegel sei auch nichts zu erkennen gewesen, weil der Vorfall am anderen Ende der knapp 60 Meter langen Bahn passiert war.

Üstra äußert ihr Bedauern

Im Antwortschreiben der Üstra an Familie H., das der HAZ vorliegt, äußert das Unternehmen aber sein Bedauern über den Vorfall. Gleichzeitig weist es eine eindeutige Haftung von sich. Der Tierhalter trage die Verantwortung für den Hund und muss ihn jederzeit beherrschen. „Auch für den Fall, dass sich ein Tier erschreckt“, heißt es in dem Brief. Gleichwohl bezeichnet die Üstra das Unglück als „schrecklichen Unfall“ und beteilige sich daher „aufgrund der sehr bedauerlichen Gesamtumstände“ an den Kosten. Als Lehre aus dem Unfall will das Unternehmen zudem Sicherheitstipps für Hundehalter herausbringen.

Von Peer Hellerling

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